Kardinal Woelki beruft Pfarrer Tobias Hopmann zum neuen Generalvikar

Amtsantritt zum 1. Juni 2026

Pfarrer Tobias Hopmann wird neuer Generalvikar im Erzbistum Köln. Kardinal Rainer Maria Woelki beruft ihn ab Juni 2026. Er folgt auf Monsignore Guido Assmann, der sich wieder ganz den Aufgaben des Dompropstes widmet.

Archivbild: Tobias Hopmann (l.) folgt auf Guido Assmann (r.) als Generalvikar im Erzbistum Köln / © Beatrice Tomasetti (DR)
Archivbild: Tobias Hopmann (l.) folgt auf Guido Assmann (r.) als Generalvikar im Erzbistum Köln / © Beatrice Tomasetti ( DR )

Pfarrer Tobias Hopmann wird neuer Generalvikar des Erzbischofs von Köln. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat den leitenden Pfarrer in Euskirchen zum 1. Juni 2026 in diese Aufgabe berufen. Er folgt auf Monsignore Guido Assmann, der sich dann wieder ganz den Aufgaben des Dompropstes an der Hohen Domkirche widmen kann. 

Msgr. Assmann, seit 2020 Dompropst am Kölner Dom, hatte 2022 zusätzlich den Dienst als Generalvikar des Erzbischofs übernommen. In seine Amtszeit fiel die Neuordnung der Bistumsverwaltung durch Kardinal Woelki. In deren Folge wurden die Zuständigkeiten im Generalvikariat neu auf den Generalvikar, den Amtsleiter und den Ökonomen aufgeteilt.

"Ich freue mich, dass ich in den vergangenen Jahren meinen Beitrag zu so vielen wichtigen Veränderungen in unserem Erzbistum leisten durfte. Und ich bin dankbar, dass ich auf diese Weise dem Erzbischof und damit der Kirche von Köln habe dienen können", sagt der scheidende Generalvikar Msgr. Assmann. "Gleichzeitig sind die Herausforderungen am Kölner Dom jetzt so groß, dass dort wieder meine ganze Kraft gebraucht wird."

Dompropst Guido Assmann, Generalvikar des Erzbischofs von Köln / © Beatrice Tomasetti (DR)
Dompropst Guido Assmann, Generalvikar des Erzbischofs von Köln / © Beatrice Tomasetti ( DR )
Guido Assmann

Kardinal Woelki erklärt dazu: "Monsignore Assmann scheidet nach vier sehr erfolgreichen Jahren aus dem Amt als Generalvikar aus. Ich danke ihm von Herzen, dass er in den vergangenen Jahren die Neuaufstellung des Generalvikariats und wichtige Weichenstellungen für die Entwicklung unseres Erzbistums mit vorangetrieben hat. Übereinstimmend mit dem Metropolitankapitel und Monsignore Assmann sehe ich, dass die anstehenden und weitreichenden Entwicklungen an der Hohen Domkirche jetzt der ungeteilten Aufmerksamkeit des Dompropstes bedürfen. Dafür habe ich großes Verständnis. Gleichzeitig freue ich mich sehr, dass Pfarrer Hopmann ohne zu zögern zugestimmt hat, die Aufgabe als Generalvikar zu übernehmen. Ich schätze ihn als eine Führungspersönlichkeit mit vielfältiger pastoraler Erfahrung und danke ihm für die Bereitschaft zu diesem Dienst."

Kardinal Woelki / © Nicolas Ottersbach (KNA)
Kardinal Woelki / © Nicolas Ottersbach ( KNA )

Pfarrer Hopmann, der aktuell eine erst kürzlich fusionierte Pfarrei aus ehemals 16 Pfarreien leitet, blickt mit Zuversicht auf die neue Aufgabe: "Ich gehe mit großem Respekt, aber auch mit Gestaltungswillen an diese neue Aufgabe. Wir müssen jetzt mutige Entscheidungen treffen, um an den richtigen Stellen wirksam zu handeln. Wenn wir einladend, dienend und missionarisch sind, wird es uns neu gelingen, Menschen für den Glauben zu begeistern. Das Erzbistum hat dafür mit der pastoralen Schwerpunktsetzung die richtigen Weichen gestellt."

Zur Person Hopmann: 

Tobias Hopmann wurde 1974 in Düsseldorf geboren, ist in Hilden aufgewachsen und nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann, dem Zivildienst, einem Lehramtsstudium in München sowie dem Theologiestudium in Bonn 2008 zum Priester geweiht. Seine Kaplanstationen verbrachte er in Lindlar und im "Neusser Süden". Von 2012 bis 2021 war er Domvikar und Domzeremoniar an der Hohen Domkirche zu Köln und Präses der Kölner Dommusik; ab 2015 zusätzlich Subregens (stellv. Leiter) des Erzbischöflichen Priesterseminars Köln. Hinzu kamen Aufgaben als Schulseelsorger. Seit September 2021 ist Hopmann Leitender Pfarrer in Euskirchen und seit Januar 2026 der fusionierten Pfarrei St. Martin Euskirchen.

Die Aufgaben des Generalvikars 

Im Erzbischöflichen Generalvikariat übernimmt Hopmann zukünftig die Verantwortung für die pastorale Ausrichtung. Die Leitungsebene in der Bistumsverwaltung war im Jahr 2023 neu aufgestellt worden und setzt seitdem auf drei klar profilierte Ressorts: Pastorale Ausrichtung, Verwaltung und Finanzen. Drei Ressortleiter – Generalvikar, Amtsleitung und Ökonom – tragen dafür jeweils die Verantwortung. Damit wurde die Ankündigung Kardinal Woelkis aus dem Jahr 2022 umgesetzt, ein zeitgemäßes Management für die Bistumsverwaltung zu entwickeln.

Kirchenrechtlich ist der Generalvikar zudem persönlicher Stellvertreter des Bischofs, er handelt an dessen Stelle ("alter ego") in allen Angelegenheiten, die sich der Bischof nicht persönlich vorbehalten oder an einen Bischofsvikar übertragen hat.

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