Kardinal Marx wirft US-Kriegsminister "schamlose Gotteslästerung" vor

Kein "Heiliger Krieg"

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat den Missbrauch von Religion zur Rechtfertigung von Gewalt und Krieg scharf kritisiert. In seiner Predigt an Ostersonntag verwies er auf US-Kriegsminister Pete Hegseth und Patriarch Kyrill I.

Kardinal Reinhard Marx / © Marijan Murat (dpa)
Kardinal Reinhard Marx / © Marijan Murat ( dpa )

Es sei eine "schamlose Gotteslästerung", wenn der sogenannte US-Kriegsminister Pete Hegseth dafür bete, dass jede Kugel im Iran-Krieg ihr Ziel treffe.

Kritik an Kyrill I.

Gleiches gelte für die Aussage von Kyrill I., dem orthodoxen Patriarchen von Moskau, der den von Russland begonnenen Angriffskrieg gegen die Ukraine als einen "Heiligen Krieg" bezeichne. 

Hintergrund: Patriarch Kyrill I. rechtfertigt Krieg gegen die Ukraine

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. hat den Angriffskrieg gegen die Ukraine mehrfach verteidigt. Er rechtfertigte ihn etwa als "metaphysischen Kampf" im Namen "des Rechts, sich auf der Seite des Lichts zu positionieren, auf Seiten der Wahrheit Gottes, auf Seiten dessen, was uns das Licht Christi, sein Wort, sein Evangelium offenbaren".

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. / © Natalia Gileva (KNA)
Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. / © Natalia Gileva ( KNA )
Quelle:
KNA