Kardinal Marx predigt über Wege der Kirche

Was soll Kirche sein?

Seit den Ursprüngen der Kirche gibt es nach den Worten des Münchner Kardinals Reinhard Marx einen "Kampf darum", was eigentlich "die wahre Kirche" sein soll. Seiner Ansicht nach müsse in drei Richtungen gesucht werden.

Reinhard Kardinal Marx / © Julia Steinbrecht (KNA)
Reinhard Kardinal Marx / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Diese drei Richtungen seien: Bekenntnis und Gemeinschaft, Gebet und Gottesdienst und die "sichtbare Praxis der Kirche", sagte Marx am Freitag in der Münchner Pfarrkirche Sankt Theresia beim Gottesdienst anlässlich der Bundeskonferenz des caritativen katholischen Fachverbands SKM. Laut Marx gilt es immer neu, "den Blick freizumachen, für das, was Kirche eigentlich sein soll". Dazu könne auch der Reformprozess Synodaler Weg beitragen.

 © Robert Kiderle (KNA)
© Robert Kiderle ( KNA )

Kardinal Marx betont Bedeutung gelebter Nächstenliebe und Hilfe

Mit Blick auf die Relevanz gelebter Nächstenliebe und praktizierter Hilfe für die Benachteiligten betonte der Kardinal: "Einen Gott, wo ich das Leiden und die Armut, die Krankheit, den Krieg ausklammere, den gibt es nicht." Von Gott zu reden sei nur möglich, "wenn wir gleichzeitig von den Wunden der Welt reden". Das Wirken der vielen Haupt- und Ehrenamtlichen der im SKM organisierten Vereine und Initiativen sei nicht nur wertvoll, "damit Caritas geschieht oder Kirche glaubwürdig ist, sondern damit Gott verherrlicht wird mitten in dieser Welt", so Marx.

Im SKM haben sich 110 Vereine und Initiativen aus 14 deutschen Diözesen zusammengeschlossen, darunter der Katholische Männerfürsorgeverein München als einer der größten Mitgliedsvereine. Die Dienste und Einrichtungen des SKM geben Menschen in verschiedenen Lebens- und Konfliktsituationen, in Not und in rechtlichen Fragen Hilfe, Beratung und Beistand. Der SKM ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Der Sozialdienst Katholischer Männer

1910 begannen die Vorbereitungen für eine neue Organisation, die 1912 in Essen als Katholischer Männer-Fürsorge-Verein gegründet wurde. Nach den Wirren zweier Weltkriege und den Einschränkungen der Verbandsarbeit durch die Nazi-Herrschaft erholte sich das Verbandsgefüge erst wieder nach 1948 mit Domkapitular Prälat Braekling (Paderborn) als Vorsitzender und dem damaligen Düsseldorfer Jugendkaplan Carl Richter als Generalsekretäre.

1962 änderte der Verband aufgrund der inzwischen eingetretenen Änderungen im sozialen Bereich seinen Namen in "Sozialdienst Katholischer Männer" (SKM).

SKM Paderborn hilft in Rumänien / © Gerd Vieler (KNA)
SKM Paderborn hilft in Rumänien / © Gerd Vieler ( KNA )
Quelle:
KNA