Äthiopien begeht Neujahr mit Friedensappell

Kardinal ermutigt zu Frieden und Versöhnung

In Äthiopien haben Millionen Christen den traditionellen Jahreswechsel begangen. Angesichts des bewaffneten Konflikts in der nördlichen Tigray-Region stehen die Neujahrsfeiern im Zeichen der Hoffnung auf Stabilität.

In Äthiopien werden zum Neujahrsfest Autos mit Blumen geschmückt.  / © Emily Marie Wilson (shutterstock)
In Äthiopien werden zum Neujahrsfest Autos mit Blumen geschmückt. / © Emily Marie Wilson ( shutterstock )

"Wir ermutigen alle, die an Frieden und Versöhnung im Land mitwirken wollen, Hassbotschaften zu unterlassen", sagte der katholische Kardinal Berhaneyesus Souraphiel laut einem Bericht des Portals ACI Africa.

Seit mehreren Monaten befindet sich die "Volksbefreiungsfront von Tigray" (TPLF) im Krieg mit der Regierung von Ministerpräsident Abiy Ahmed. Nachdem die Separatisten diesem die Legitimität als Regierungschef abgesprochen hatten, schickte Abiy das Militär in die Region. Die TPLF wurde zur Terrororganisation erklärt.

Kardinal Berhaneyesus: "Christliche Aufgabe erfüllen"

Tausende Zivilisten starben bei dem Konflikt. Laut UNO ist die Ernährung von 1,7 Millionen Menschen nicht gesichert. An die Gläubigen im Land appellierte Kirchenführer Berhaneyesus deshalb, zum Jahreswechsel "ihre christliche Aufgabe" zu erfüllen: Notleidenden und Konfliktvertriebenen müsse geholfen werden.

In dem ostafrikanischen Land beginnt am 11. September das Jahr 2014. Die Zeitrechnung beruht auf einer Variante des koptischen Kalenders, die gegenüber dem gregorianischen Kalender um etwa sieben Jahre und acht Monate zurückliegt. Das äthiopische Jahr hat 13 Monate, wobei der letzte Monat im Jahr bloß fünf Tage zählt.

Quelle:
KNA
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