Kamerun hofft weiter auf den Besuch von Papst Leo XIV.

Vierter Besuch seit Unabhängigkeit

Die Spekulationen über eine Afrikareise von Papst Leo XIV. in den kommenden Monaten laufen weiter. Große Hoffnung macht sich Kamerun in Zentralafrika. Dort laufen bereits die Vorbereitungen für einen möglichen Papstbesuch.

Papst Leo XIV. steigt aus dem Flugzeug auf dem Flughafen in Ankara / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Leo XIV. steigt aus dem Flugzeug auf dem Flughafen in Ankara / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

"Die Bischofskonferenz arbeitet dafür Möglichkeiten aus", sagte der Vorsitzende der Kamerunischen Bischofskonferenz, Andrew Nkea, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Möglicherweise komme Papst Leo XIV. bereits in den kommenden Monaten, so der Erzbischof von Bamenda.

Andrew Nkea Fuanya  / © icameroon.com
Andrew Nkea Fuanya / © icameroon.com

Laut Nkea besucht eine Vatikan-Delegation in der kommenden Woche das Land. Ziel sei, den Stand der Vorbereitungen zu begutachten. Erst danach könne er mit Bestimmtheit sagen, ob die Reise stattfindet.

Vierter Papstbesuch für Kamerun?

Kamerunische Medien spekulieren seit Monaten über einen Papstbesuch. Es wäre der vierte seit der Unabhängigkeit von Frankreich 1960. Zuletzt war Benedikt XVI. 2009 zu Gast. Sein Vorgänger Johannes Paul II. hatte Kamerun 1985 und 1995 besucht.

In Kamerun leben gut 30 Millionen Menschen. Gut jeder dritte Einwohner ist Katholik. Langzeitherrscher Paul Biya (92) ist regelmäßiger Besucher im Vatikan.

Kamerun

Spitze eines Kirchturms in Kamerun / © cribe (shutterstock)
Spitze eines Kirchturms in Kamerun / © cribe ( shutterstock )

Kamerun ist ein Staat in Zentralafrika. Auf einem Gebiet von rund 475.000 Quadratkilometern - das entspricht etwa dem 1,3-fachen der Fläche Deutschlands - leben rund 25 Millionen Menschen. Gut 69 Prozent der Einwohner sind Christen, rund 38 Prozent davon katholisch; knapp 21 Prozent sind Muslime. Amtssprachen sind Französisch und Englisch, wobei die anglophonen Kameruner mit schätzungsweise 20 Prozent in der Minderheit sind. Darüber hinaus sind bei den mehr als 200 Ethnien eine Vielzahl weiterer Sprachen in Gebrauch.

Quelle:
KNA