Frauengemeinschaft in Köln lehnt Kooperation mit Maria 2.0 ab

"Jede Gruppe macht, was sie will"

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands im Erzbistum Köln lehnt eine Kooperation mit der Reformbewegung Maria 2.0 ab. In einem Brief an die Mitglieder spricht sich der Vorstand "klar gegen eine Unterstützung oder Kooperation" aus.

Frauen mit einem Plakat, das die Muttergottes mit zugeklebtem Mund zeigt, bei einer Mahnwache / © Andre Zelck (KNA)
Frauen mit einem Plakat, das die Muttergottes mit zugeklebtem Mund zeigt, bei einer Mahnwache / © Andre Zelck ( KNA )

"Wir müssen unsere gesamten 51.000 Mitglieder im Auge haben, die nicht alle unsere Einstellungen und Ausrichtungen gleich mittragen können", heißt es in dem Schreiben, das der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorliegt.

Maria 2.0 hat unter anderem mit einem "Kirchenstreik" und einer Menschenkette um den Kölner Dom für eine geschlechtergerechte Kirche und die Priesterweihe für Frauen demonstriert. Auf Anfrage sagte die Kölner kfd-Diözesanvorsitzende Elisabeth Bungartz am Freitag, ihr Verband und Maria 2.0 verträten zwar grundsätzlich dieselben Ziele.

Für den "Weg des Gebets" entschieden

Die Protestformen seien aber zu unterschiedlich für eine ganzheitliche Kooperation. Die kfd habe sich für den "Weg des Gebets" entschieden. Monatlich lädt der Verband zu einem Montagsgebet ein.

Weiter kritisierte Bungartz eine fehlende Struktur hinter Maria 2.0. "Jede Gruppe macht, was sie will." Allerdings stehe es jedem kfd-Mitglied frei, sich an Aktionen von Maria 2.0 zu beteiligen.

Planungen zur Menschenkette aus Presse erfahren

In dem Brief bemängelt der Verband auch, von Maria 2.0 nicht über die Planungen für die Menschenkette um den Kölner Dom am 22. September informiert worden zu sein und davon aus der Presse erfahren zu haben.

Zu diesem Zeitpunkt sei schon zum Montagsgebet der kfd am Dom am Tag darauf eingeladen worden. "Wir haben aber für die Zukunft vereinbart, dass wir uns gegenseitig über Aktionen benachrichtigen," so Bungartz.


Quelle:
KNA