Patriarchat ruft zu Spenden für Gaza-Christen auf

"Ihre Leiden haben sich verschlimmert"

Tödliche Zusammenstöße, Bombenangriffe und Covid-19. Das Leid der Christen im Gazastreifen hat sich verschlimmert, sagt Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, Lateinischer Patriarch von Jerusalem. Er ruft die Gläubigen zu Spenden auf.

Zerstörung in Gaza / © Paul Jeffrey/CNS photo (KNA)
Zerstörung in Gaza / © Paul Jeffrey/CNS photo ( KNA )

Ein entsprechender Appell Pizzaballas wurde am Dienstag veröffentlicht.

Als Zeichen der Solidarität soll die Kollekte des Dreifaltigkeitssonntags (30. Mai) vollständig den Christen im Gazastreifen und einer Linderung der aus den jüngsten Kriegshandlungen hervorgehenden Nöte zugutekommen. Pfarrer sind eingeladen, zusätzliche Sammelaktionen durchzuführen. Nach Angaben des katholischen Pfarrers von Gaza, Gabriel Romanelli, leben derzeit insgesamt 1.077 Christen im Gazastreifen, darunter 133 Katholiken.

Auf Waffenstillstand geeinigt

Nach elf Tage lang andauernden Kampfhandlungen hatten sich Israel und Hamas auf einen Waffenstillstand geeinigt, der in der Nacht zum 21. Mai in Kraft trat. Bei der jüngsten Runde der Gewalt hatten radikale islamische Kräfte mehr als 4.300 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel gefeuert.

Israel reagierte mit Luftangriffen auf 1.500 Ziele in dem schmalen Gebietsstreifen. 13 Menschen in Israel wurden getötet, darunter zwei Kinder, drei Gastarbeiter und ein Soldat. In Gaza starben 248 Menschen, darunter laut UN 129 Zivilisten, 66 von ihnen Kinder. Die Zahl könnte bei Aufräumarbeiten noch steigen.

Pierbattista Pizzaballa / © Hadas Parush (KNA)
Pierbattista Pizzaballa / © Hadas Parush ( KNA )
Quelle:
KNA
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