Erstmals seit Wochen hat humanitäre Hilfe das christliche Dorf Debel im Südlibanon erreicht. Das Dorf ist nach Angaben des christlichen Hilfswerks "Oeuvre de l'Orient" vom Dienstag durch den Krieg zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah von der Außenwelt abgeschnitten.
Die von dem Hilfswerk in Zusammenarbeit mit Caritas Libanon organisierte Hilfe soll laut Vincent Gelot, Landesdirektor von "Oeuvre de l'Orient", den rund 1.000 Dorfbewohnern zugutekommen. Der Zugang zu dem Dorf sei "sehr schwierig", die Bevölkerung könne den Ort nicht verlassen und brauche Unterstützung.
Kreuzschändung
Debel war in den vergangenen Tagen weltweit in die Schlagzeilen geraten. Dort hatte sich am Sonntag ein israelischer Soldat von einem weiteren Soldaten filmen lassen, wie er einer gestürzten Jesusfigur am Kreuz mit einer Axt auf den Kopf schlägt.
Beide Soldaten wurden laut israelischer Armee aus dem Kampfdienst entfernt und müssen für 30 Tage ins Militärgefängnis. Das Kreuz sei unterdessen in Absprache mit der Gemeinde von der Armee ersetzt worden.