Hilfswerk "Kirche in Not" weitet Unterstützung im Libanon aus

Wo Hilfe Leben rettet

Das Hilfswerk "Kirche in Not" plant im Libanon medizinische Hilfe, Versorgung für Vertriebene und neue Projekte in Kriegsregionen. Es fehlen Medikamente, Treibstoff und weitere Mittel. Zugleich wächst die Not der Bevölkerung.

Ein Radlader räumt die Trümmer von Gebäuden, die bei einem israelischen Luftangriff in Dahija, einem südlichen Vorort von Beirut, zerstört wurden / © Bilal Hussein/AP (dpa)
Ein Radlader räumt die Trümmer von Gebäuden, die bei einem israelischen Luftangriff in Dahija, einem südlichen Vorort von Beirut, zerstört wurden / © Bilal Hussein/AP ( dpa )

Das Hilfswerk "Kirche in Not" will im Libanon medizinische Versorgungsstrukturen aufbauen, Vertriebene unterstützen und Hilfsprojekte in besonders vom Krieg betroffenen Regionen auf den Weg bringen. Das teilte das Hilfswerk am Montag in München mit.

So soll in der Region Qlayaa im Süden des Landes in Zusammenarbeit mit der maronitisch-katholischen Kirche ein medizinisches Versorgungszentrum entstehen. Freiwillige und medizinisches Personal seien dort schon verfügbar; allerdings fehle es an Medikamenten, Ausrüstung und Geld, heißt es. Das Hilfswerk wolle Gehälter für Ärzte finanzieren und Medikamente und Ausstattung bereitstellen. In der vergangenen Woche seien Verwundete gestorben, weil eine schnelle medizinische Versorgung nicht möglich gewesen sei.

Lebensmittel und Treibstoff werden knapp

In der Diözese Sidon im Südwesten des Landes will das Hilfswerk laut den Angaben rund 1.500 binnenvertriebene Personen mit Lebensmitteln und grundlegenden Gütern versorgen. In der Bekaa-Ebene im Nordosten des Landes sollen bis zu 8.000 Menschen unterstützt werden, die ihre Heimat wegen der Kämpfe verlassen mussten.

Zusätzlich wird Treibstoff nach Angaben des Hilfswerks knapp: Wegen vieler Stromausfälle seien viele Einrichtungen auf Generatoren angewiesen. Auch diesen Bereich wolle man verstärkt unterstützen. Familien sollen zudem Pakete mit Bibeln und Spielen erhalten, damit die Kinder die Situation besser verarbeiten können.

Kirche in Not

KIRCHE IN NOT ist ein pastorales Hilfswerk, das sich rein aus Spenden finanziert. Es hilft vor allem bei der Aus- und Weiterbildung von Seminaristen, Priestern und Ordensleuten, bei Bau und Renovierung von Ausbildungsstätten und Kirchen, beim Übersetzen und Verlegen der Bibel und anderer religiöser Literatur und bei der Ausstrahlung religiöser Rundfunkprogramme.

KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe Deutschland e. V. (KiN)
KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe Deutschland e. V. / ( KiN )
Quelle:
KNA