Helfer: Saudi-Arabien setzt sudanesische Kindersoldaten ein

An vorderster Front

Die SOS-Kinderdörfer weltweit werfen Saudi-Arabien vor, im Krieg im Jemen sudanesische Kindersoldaten einzusetzen. Mehr als 2.000 Kämpfer aus dem Sudan seien dort bereits gestorben, darunter viele Kinder, wie die Organisation am Mittwoch mitteilte.

Junge mit Waffe im Jemen / © Nariman EL-Mofty (dpa)
Junge mit Waffe im Jemen / © Nariman EL-Mofty ( dpa )

Die Kämpfer aus dem nordafrikanischen Land würden in dem Konflikt an vorderster Front eingesetzt. Nach Angaben der Helfer werden die Kinder von der paramilitärischen sudanesischen Gruppe RSF (Rapid Sudanese Forces) im Auftrag der Regierung rekrutiert und dann von Saudi-Arabien im Jemen eingesetzt.

"Die Familien der Kinder kommen alle aus der Darfur-Region und leben in bitterer Armut, da sind die Eltern leicht zu ködern", sagte Abdelrahman Mubarak, Leiter der Hilfsorganisation im Sudan. Etliche Kinder und Jugendliche seien zudem von der RSF gekidnappt worden und hätten bereits im sudanesischen Bürgerkrieg gekämpft. Wer Kindersoldaten einsetze, begehe ein Kriegsverbrechen, mahnten die Helfer.

Quelle:
KNA
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