Heinos Manager spricht über Audienz beim Papst

"Sternstunde in Heinos Karriere"

Der gläubige Katholik und Schlagersänger Heino war bei Leo XVI. zu Besuch. Es war eine der seltenen Audienzen, die der Papst einem Showstar gewährte. Sein Manager erzählt, wie der Besuch hinter den Kulissen ablief.

Autor/in:
Ina Rottscheidt
Heino / © Horst Ossinger (dpa)
Heino / © Horst Ossinger ( dpa )

"Es war ein großes Erlebnis, Schulter an Schulter neben den Papst zu stehen, ihm die Hand geben zu dürfen und von ihm gesegnet zu werden!" 

Helmut Werner (Helmut Werner Management)

Noch heute ist der deutsche Schlagerstar Heino gerührt, wenn er an die Begegnung denkt. Am 24. Januar hatte der 87-Jährige eine der raren Privataudienzen bei Papst Leo XVI. "Sensationell" findet Heino das bis heute: "Das war die größte Auszeichnung, die ich bekommen kann, und darauf bin ich natürlich sehr stolz und glücklich!"

Eingefädelt hatte das Treffen sein langjähriger Manager Helmut Werner: "Es war ein unbeschreibliches Erlebnis, wie Balsam für die Seele", erzählt Werner im Interview mit DOMRADIO.DE. Der Papst sei für ihn und für Heino "das freundliche Gesicht der Kirche" – ein Gesicht, das gerade in dieser Zeit wichtig sei.

Beeindruckender Besuch

Der Manager hatte im September vergangenen Jahres einen Brief an den Vatikan geschrieben, weil es für seinen Chef ein großes Bedürfnis gewesen sei, einmal im Leben den Papst zu treffen. In dem Brief schilderte er Heinos enge Verbundenheit mit dem katholischen Glauben. 

Papst Leo XIV. / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Leo XIV. / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Heino sei katholisch erzogen, schätze die Werte der Kirche und habe im Laufe seiner Karriere mehr als 250 Kirchenkonzerte gegeben. Heinos Großvater war Organist am Kölner Dom.

Kurz vor Weihnachten kam die Antwort aus dem Vatikan: eine Einladung der päpstlichen Präfektur zu einem informellen Austausch in der privaten Bibliothek des Papstes. Am 24. Januar war es dann so weit. Der Weg durch den Apostolischen Palast, vorbei an der Schweizergarde und durch mehrere prunkvolle Säle, habe sie tief beeindruckt, erzählt Helmut Werner. 

Obwohl beide erfahrene Bühnenmenschen sind und schon alle Weltstars der Unterhaltungsbranche getroffen haben, seien sie spürbar angespannt gewesen – voller Ehrfurcht vor dem Moment.

Hannelore schaut von oben zu

Papst Leo XIV. begrüßte Heino und seine Begleiter auf Deutsch und entschuldigte sich sogar für eine kurze Wartezeit. Das Gespräch verlief anschließend auf Englisch, Werner übersetzte. Inhaltlich ging es vor allem um Musik als verbindende Kraft. Heino schilderte seine große musikalische Bandbreite und wie es ihm bis heute gelingt, Jung und Alt zu erreichen – auch bei Kirchenkonzerten. 

Der Volkssänger Heino und seine Frau Hannelore im Jahre 2019. / © Horst Ossinger (dpa)
Der Volkssänger Heino und seine Frau Hannelore im Jahre 2019. / © Horst Ossinger ( dpa )

Dieses Engagement, so Werner, habe der Papst ausdrücklich gelobt, insbesondere den Versuch, junge Menschen über Musik wieder an Kirche und Glauben heranzuführen.

Bereits in der Vergangenheit sprach Heino über die Kraft, die er im Glauben erfährt und die ihm nach dem Tod seiner Frau Hannelore im November 2023 Trost gab. Auch darüber sprachen die beiden in der Audienz: Er sei traurig darüber, dass Hannelore diese Begegnung mit Papst Leo XIV. nicht mehr erleben konnte, er sei sich aber "ganz sicher", dass sie "von oben zugeschaut" habe, so der Sänger. 

Heino startet weitere Kirchentournee mit 85 Jahren / ©  Andrea Enderlein (epd)
Heino startet weitere Kirchentournee mit 85 Jahren / © Andrea Enderlein ( epd )

Seine Frau hatte ihn zu der Kirchentournee "Die Himmel rühmen" im Jahr 2024 inspiriert. Ihr sei es ein Anliegen gewesen, dass er einmal "an diesen Orten sakrale und klassische Lieder" singen solle.

Geschenke austauschen

Als Zeichen der Wertschätzung überreichten Heino und sein Team dem Papst eine goldene Schallplatte für das Album "Frieden auf Ewigkeit", das kürzlich ausgezeichnet wurde. 

Dass Heino mit 87 Jahren noch einmal Gold für ein Kirchenlieder-Album erhielt, bezeichnet Werner als Sensation. Papst Leo XIV. habe sich darüber sichtlich gefreut. "Ein toller Mann. Ich bin mir sicher, dass er die Kirche einen kann und die Menschen wieder in die Kirche bringt", schwärmt der Manager.

Zum Abschied schenkte der Papst den Besuchern einen geweihten silbernen Rosenkranz, der jetzt neben Heinos Bett liegt. Für ihn und seinen Manager ist die Begegnung mehr als ein persönlicher Höhepunkt. Sie sehen darin auch die Anerkennung eines Künstlers, der oft missverstanden worden sei. 

"Der Papst hat gesehen, dass Heino Menschen verbindet", sagt Werner. Der päpstliche Segen sei für sie die größte Auszeichnung, sagt Helmut Werner: "Und eine Sternstunde in Heinos langer Karriere".

Quelle:
DR

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