Mutter Teresa-Preis geht an Dänemark für Umweltpolitik

"In Harmonie mit der Natur"

Dänemark und seine Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erhalten den Mutter-Teresa-Preis 2021 für soziale Gerechtigkeit. Mit der Auszeichnung wird die Umweltpolitik des Landes und der Regierungschefin gelobt.

Symbolbild: Globaler Umweltschutz / © S. Sokolov (shutterstock)
Symbolbild: Globaler Umweltschutz / © S. Sokolov ( shutterstock )

Die Auszeichnung der "Harmony Foundation" im indischen Mumbai (Bombay) ehre eine Nation, "die in Harmonie mit der Natur lebt", sowie eine Regierungschefin, die durch die Förderung grüner Energie und ähnlicher Maßnahmen auf den Weg einer nachhaltigen Entwicklung führe, sagte Stiftungsgründer Abraham Mathai dem asiatischen Pressedienst Ucanews (Dienstag).

"Obwohl Dänemark geografisch gesehen ein kleines Land ist, hat es sich zum Ziel gesetzt, in Sachen Grün ein Vorreiter zu sein und ist eine Inspiration für alle", sagte Mathai. Als Beispiel nannte er Dänemarks Windenergie-Industrie, die sich in den letzten vier Jahrzehnten entwickelt habe. Inzwischen werde mehr als die Hälfte des Stromnetzes im Land mit Solar- und Windkraft gespeist.

Sozialpreis für Umweltschutz?

Die Regierung der seit Juni 2019 amtierenden Sozialdemokratin Frederiksen (44) habe die Klimaschutzziele des Landes angehoben und wolle die Emissionen auf 70 Prozent reduzieren, sagte Mathai. Der Mutter Teresa-Preis in Form einer Urkunde und einer Skulptur sei per Kurier an das Büro der Ministerpräsidentin geschickt worden, so der Stiftungsgründer.

Die seit 2005 bestehende private "Harmony Foundation" solle den sozialen Zusammenhalt stärken, unabhängig von Religion, Geschlecht, sozialer oder regionaler Herkunft. Der jährlich vergebene Preis ist demnach die einzige Auszeichnung, die offiziell im Namen der 2016 heiliggesprochenen Friedensnobelpreisträgerin und ihres Ordens verliehen wird.

Zu den aktuellen Preisträgern zählt auch das katholische Hilfswerk missio München. Unter den früheren Geehrten waren die Organisation Ärzte ohne Grenzen, der US-Virologe Anthony Fauci, die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai, der Dalai Lama und der kongolesische Gynäkologe Denis Mukwege, der für die Ächtung des Kriegsinstruments Vergewaltigung kämpft.

Quelle:
KNA
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