Kirche sagt Nein zu Kasinos auf Ferieninsel Boracay

Glücksspiel neben Traumstrand?

Katholische Bischöfe auf den Philippinen unterstützen den Widerstand gegen mehrere geplante Spielkasinos auf der Ferieninsel Boracay. Die Kasinos würden die Familienwerte und den einfachen Lebensstil der Katholiken der Region bedrohen.

Strand in Boracay, Philippinen / © Marco Bicci (shutterstock)
Strand in Boracay, Philippinen / © Marco Bicci ( shutterstock )

So zitierte der Pressedienst Ucanews aus einer Erklärung von sieben Bischöfen der Region. "Kasinos auf Boracay werden die Besucher nicht nur von der wahren Schönheit und den Werten der äußerst beliebten Insel ablenken, sondern auch den Weg für destruktive Lebensstile und Gewohnheiten ebnen", warnten die Verfasser.

Glücksspiel ziehe Kriminalität an und Spielsucht verursache bei vielen Familien Armut, häusliche Gewalt und sexuellen Missbrauch, betonten die Bischöfe mit Verweis auf wissenschaftliche Studien.

Weltberühmtes Touristenziel

Die Insel Boracay mit ihren weißen Stränden ist ein weltberühmtes Touristenziel, das vor Corona jährlich fast zwei Millionen Besucher anzog. Im vergangenen August hob Präsident Rodrigo Duterte ein Moratorium für den Kasinobetrieb auf der Ferieninsel auf. Duterte erhofft sich von den Kasinos zusätzliche Steuereinnahmen, um die durch die Hilfsmaßnahmen der Regierung für von der Corona-Pandemie betroffenen Menschen und Unternehmen geleerte Staatskasse wieder zu füllen.

Quelle:
KNA
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