Heilig-Land-Bischöfe fordern Gleichberechtigung bei Visa

Gleiche Rechte auch für Christen

Die katholischen Bischöfe im Heiligen Land fordern von Israel dieselben Rechte für Christen und ihre Institutionen wie für alle anderen im Land. Sie kritisieren eine Ungleichbehandlung bei der Vergabe von Visa für Freiwillige aus dem Ausland.

Symbolbild Visum / © Olena Hromova (shutterstock)

Man habe mit Erstaunen durch einen Presseartikel erfahren, dass Dutzende evangelikaler Christen aus den USA Einreisevisa erhalten hätten, um bei der Weinlese in israelischen Siedlungen in den besetzten Gebieten zu helfen, betonte die  Vereinigung der katholischen Bischöfe des Heiligen Landes (AOCTS) in einer Stellungnahme vom Freitag.

Der katholischen Kirche hingegen seien wiederholt Visaanträge mit Verweis auf die Corona-Pandemie abgelehnt worden. Das gefährde die Arbeit christlicher Einrichtungen für die Bedürftigen, so die Bischöfe.

Notwendigkeit für das Leben der Kirche

Sie verweisen auf zahlreiche Einrichtungen im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialbereich, die "stark von Freiwilligen aus katholischen Gemeinden aus aller Welt abhängig sind", insbesondere das Krankenhaus St. Louis und die Behinderteneinrichtung der Barmherzigen Schwestern in Jerusalem.

Die katholische Kirche des Heiligen Landes wolle "ihre Rolle beim Aufbau einer Gesellschaft spielen, in der alle ihren Platz haben".

Daher fordere sie erneut die Erteilung von Visa für jene, "deren Anwesenheit im Heiligen Land eine Notwendigkeit für das Leben der Kirche ist".


Quelle:
KNA