Theologin Gruber sieht Frauendiakonat kommen

Gläserne Decke "göttlich legitimiert"

Die Hälfte der Menschheit, die Frauen, kämpfe darum, angemessen repräsentiert zu sein, sagt die Theologin Margareta Gruber. In der Kirche sei die "gläserne Decke" noch "göttlich legitimiert". Sie ist überzeugt: Das wird sich ändern.

Logo des Synodalen Wegs / © Bert Bostelmann (KNA)
Logo des Synodalen Wegs / © Bert Bostelmann ( KNA )

DOMRADIO.DE: Sind Frauen als Ordensschwestern, Theologieprofessorinnen und Pastoralreferentinnen nicht schon genug in der Kirche eingebunden?

Prof. Dr. Sr. Margareta Gruber (Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar und Beraterin beim Synodalen Weg ): Nein, die weiblichen Gläubigen sind ja nicht nur Ordensschwestern, Theologieprofessorinnen und Pastoralreferentinnen. In der ganzen Gesellschaft gibt es die Diskussion um die "Frauenquote". Wobei es mir nicht um die Quote geht, sondern um die Tatsache, dass einfach die Hälfte der Menschheit angemessen repräsentiert ist.

Und das ist in der Katholischen Kirche nicht überall der Fall. Die gläserne Decke, die es überall gibt, die ist bei uns außerdem noch sozusagen göttlich legitimiert. Auch das ist ein Problem. Es geht einfach um mehr Sichtbarkeit, um mehr Partizipation. Auch muss man wirklich sagen, um mehr Eingebundensein in Entscheidungsprozesse und Machtfragen natürlich.

DOMRADIO.DE: Das heißt, Sie würden auch dafür plädieren, Frauen zu Diakoninnen zu weihen?

Gruber: Persönlich würde ich sagen: Ja. Ich denke der Prozess läuft auch im Vatikan. Ich hoffe, dass es kommt.

Das Interview führte Tobias Fricke.

Professorin Sr. Dr. Margareta Gruber OSF (privat)
Professorin Sr. Dr. Margareta Gruber OSF / ( privat )
Quelle:
DR
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