Gedenkgottesdienste für Benedikt XVI. in NRW geplant

Abschied nehmen

Kommendes Wochenende finden in mehreren Bischofsstädten in Nordrhein-Westfalen Gottesdienste für den verstorbenen früheren Papst Benedikt XVI. statt. Nur in Paderborn wurde der Gottesdienst bereits an diesem Montagabend gefeiert.

St.-Paulus-Dom in Münster / © Chi_Chirayu (shutterstock)
St.-Paulus-Dom in Münster / © Chi_Chirayu ( shutterstock )

Am Samstag leitet Bischof Helmut Dieser ab 10.00 Uhr ein Requiem im Aachener Dom. Um 12.00 Uhr folgt ein Gottesdienst im Kölner Dom mit Kardinal Rainer Maria Woelki, das online auf DOMRADIO.DE zu sehen ist.

Als Zeichen der Trauer über den Tod von Benedikt XVI. ist am Kölner Dom die Trauerbeflaggung gehisst / © Thomas Banneyer (dpa)
Als Zeichen der Trauer über den Tod von Benedikt XVI. ist am Kölner Dom die Trauerbeflaggung gehisst / © Thomas Banneyer ( dpa )

Am Sonntag feiert Bischof Felix Genn ein Kapitelsamt im Münsteraner Dom. In Essen leitet Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck am 15. Januar ab 10.00 Uhr ein Requiem in der dortigen Kathedrale.

Kondolenzbücher liegen aus

In Paderborn fand der Gottesdienst bereits am Montagabend statt. Dem Theologen Joseph Ratzinger - später Benedikt XVI. - sei es um "die Verschränkung von Spiritualität und Theologie, von Existenz und Reflexion" gegangen, sagte Diözesanadministrator Michael Bredeck in seiner Predigt im Dom. Glaube und Vernunft seien für ihn keine Gegensätze gewesen.

Kardinal  Woelki trägt sich in das Kondolenzbuch für Benedikt XVI. ein (DR)
Kardinal Woelki trägt sich in das Kondolenzbuch für Benedikt XVI. ein / ( DR )

Derzeit liegen in den NRW-Diözesen zudem Kondolenzbücher aus, Totenglocken werden geläutet und an Kirchen hängen Flaggen auf halbmast.

Benedikt XVI. war am Silvestermorgen im Alter von 95 Jahren im Vatikan gestorben. Diesen Donnerstag wird er bestattet. Die Totenmesse auf dem Petersplatz leitet Papst Franziskus. Das Land NRW hat für Donnerstag Trauerbeflaggung an öffentlichen Gebäuden angeordnet.

Die wichtigsten Leitlinien des Denkens von Joseph Ratzinger

Benedikt XVI. war der erste Papst der Neuzeit, der freiwillig sein Amt abgab. Dabei berief er sich auf sein Gewissen - obwohl er dieser Instanz stets misstraute und theologisch ganz andere Schwerpunkte setzte. Wie wohl kein Papst vor ihm ist Benedikt XVI. auch auf dem Stuhl Petri ein Theologe geblieben.

Bereits als junger Wissenschaftler gehörte er zu den führenden deutschen Dogmatik-Professoren, die das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) prägten. Später entfremdete er sich immer mehr von seinen Kollegen.

Papst em. Benedikt XVI. am Schreibtisch / © Osservatore Romano/Romano Siciliani (KNA)
Papst em. Benedikt XVI. am Schreibtisch / © Osservatore Romano/Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA