Für Michael Patrick Kelly hat der Tod nicht das letzte Wort

"Dankbar für jeden Tag"

Michael Patrick Kelly spricht offen über den Tod. Der Musiker hat sich intensiv mit existenziellen Fragen auseinandergesetzt und seine größte Furcht verloren. Er plädiert daher für mehr Offenheit im Umgang mit Gefühlen.

Michael Patrick Kelly / © Hendrik Schmidt (dpa)
Michael Patrick Kelly / © Hendrik Schmidt ( dpa )

Für den Musiker hat der Tod nicht das letzte Wort. Er habe sich intensiv mit existenziellen Fragen beschäftigt, sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag): "Wenn man die größten Ängste durchblickt, wird man eher frei davon."

Kelly, der einige Jahre in einem Kloster gelebt hat, sagte: "Ich liebe das Leben und bin dankbar für jeden Tag Dasein, den ich geschenkt bekomme. Aber ich habe keine Todesangst." Diese sei die größte Angst des Menschen, "und damit kann man uns manipulieren".

"Weinen ist befreiend"

Der 48-Jährige empfahl, Trauern und Weinen im Leben zuzulassen. "Gerade in unserer Gesellschaft schämen wir uns viel der Tränen, reißen uns zusammen", sagte Kelly. Doch Weinen zuzulassen, bedeute, stark zu sein. "Weinen ist befreiend, es ist heilend", sagte er.

Quelle:
epd