Papst mahnt auf UN-Klimagipfel zu Kurswechsel

Für eine Kultur der Fürsorge

Auf dem UN-Klimagipfel forderte Papst Franziskus einen ökologischen Kurswechsel. Man dürfe kommenden Generationen nicht die Hoffnung auf eine bessere Zukunft rauben. Zugleich kündigte er konkrete Maßnahmen im Vatikan an.

Papst Franziskus während der wöchentlichen Videobotschaft aus dem Vatikan am 11. November 2020 / © Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus während der wöchentlichen Videobotschaft aus dem Vatikan am 11. November 2020 / © Romano Siciliani ( KNA )

Das sagte das Kirchenoberhaupt bei dem virtuellen Treffen, das zum fünften Jahrestag des Paris-Abkommens Druck auf die Staats- und Regierungschefs zu mehr Klimaschutz machen sollte.

Die aktuelle Pandemie und der Klimawandel mit seinen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Implikationen treffe vor allem das Leben der Ärmsten und Schutzbedürftigsten, sagte der Papst. Nötig sei eine "Kultur der Fürsorge", die die Menschenwürde und das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stelle.

Allianz zwischen Mensch und Umwelt fördern

Über politische und technische Maßnahmen hinaus warb Franziskus für einen Bildungsprozess, um eine Kultur der "Geschwisterlichkeit und Allianz zwischen Mensch und Umwelt" zu fördern. Er verwies auf den von ihm ins Leben gerufenen globalen Bildungspakt, an dem sich Schulen und Universitäten mit mehr als 70 Millionen jungen Menschen auf allen Kontinenten beteiligten. Auch erinnerte er an die Initiative "Economy of Francesco", die Nachwuchs-Ökonomen und Unternehmer zu alternativen Wirtschaftsformen im Geist des Ordensgründers Franz von Assisi (1181/82-1226) zusammenbringen soll.

Nach Worten des Kirchenoberhaupts sollen die Nettoemissionen des Vatikanstaats bis 2050 auf Null sinken. Die seit Jahren laufenden Bemühungen um eine effiziente Nutzung von Wasser und Energie, nachhaltige Mobilität, Wiederaufforstung und Recycling würden verstärkt.

Quelle:
KNA