500.000 Euro für Corona-Projekte von Caritas international

Für die medizinische Grundversorgung

​Das Erzbistum Freiburg unterstützt den Corona-Nothilfefonds von Caritas international mit einer halben Million Euro. Die Mittel sollen besonders Ländern zugute kommen, die kein funktionierendes Gesundheits- und Sozialsystem haben.

Symbolbild: Kirche und Geld / © Harald Oppitz (KNA)
Symbolbild: Kirche und Geld / © Harald Oppitz ( KNA )

"Das Corona-Virus trifft uns alle. Aber wer in Ländern ohne funktionierendes Gesundheits- und Sozialsystem leben muss, der spürt die Folgen deutlich härter", sagte Erzbischof Stephan Burger am Mittwoch in Freiburg. Christen seien zu Solidarität nicht nur vor Ort, sondern weltweit aufgerufen.

Für "vergessene Katastrophen"

Die Mittel stammen aus verschiedenen Einzelhaushalten der Diözese, konkret der Hauptabteilung Weltkirche für "vergessene Katastrophen", die also nicht im Blick der Medien sind, einem Soforthilfe-Fonds für Katastrophen sowie einem Etat für Fluchtvermeidungsstrategien.

Zugleich stellte die Diözese für Corona-Hilfen in Baden-Württemberg weitere 140.000 Euro bereit. Diese Gelder aus der Stiftung des Erzbischöflichen Stuhls fließen in die Arbeit von Tafeln, Wohnungslosenhilfe und Sozialstationen der Caritas.

Neher: Enorme, gloable Herausforderung

Caritaspräsident Peter Neher beschrieb die Corona-Krise als enorme, globale Herausforderung. "Noch nie mussten wir unter so extremem Zeitdruck gleichzeitig in so vielen Ländern der Welt unter so schwierigen Rahmenbedingungen Hilfsprojekte starten."

Die Gelder würden genutzt, um die medizinische Grundversorgung aufrecht zu erhalten, Hygiene-Artikel und Atemschutzmasken zu verteilen und um Aufklärungskampagnen zu organisieren. Unter anderem würden Projekte der Caritas Indien finanziert. So gehe es um einen Ausbau von Virus-Testkapazitäten in fünf Kliniken, um die Verteilung von Lebensmitteln an Müllsammler und Tagelöhner sowie um die lokale Herstellung von Atemschutzmasken. Nach eigenen Angaben hat Caritas international in den vergangenen Wochen weltweit 22 Corona-Hilfsprojekte begonnen.


Caritas-Präsident Peter Neher / © Markus Nowak (KNA)
Caritas-Präsident Peter Neher / © Markus Nowak ( KNA )
Quelle:
KNA