Flüchtlingsarbeit im Erzbistum Köln

Woelki fordert mehr konkrete Hilfe

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki fordert mehr Unterstützung für Flüchtlinge. Dazu gehören konkrete Hilfen wie Sprachkurse, ein Zugang zur Gesundheitsvorsorge und Begleitung von Traumatisierten. 

Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbistum Köln)

Der neue Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki will die Flüchtlingsarbeit im Erzbistum ausbauen. "Ich wünsche mir, dass sich unsere Kirche auf breiter Linie der Flüchtlinge annimmt", sagte Woelki dem Kölner "Express" (Freitagsausgabe). Die Arbeit mit Asylbewerbern werde mehr und mehr zu einem festen Aufgabengebiet jeder Pfarrei. "Wir wollen und können die Menschen, die aus großer Not zu uns kommen, wirklich willkommen heißen", sagte der Kardinal.

Umbau des Klarissenkloster

Das Kölner Erzbistum baut derzeit das ehemalige Klarissenkloster in der Domstadt zu einer Asylunterkunft um. "Flüchtlinge sollen dort leben und wohnen können und vor allem menschlichen Anschluss finden", sagte Woelki. Er kündigte an, dass das Erzbistum die Gemeinden dabei unterstützen werde, ihre Willkommenskultur für Flüchtlinge weiter auszuweiten.

Viel Solidarität für Flüchtlinge

Woelki beurteilte das derzeitige gesellschaftliche Klima gegenüber Flüchtlingen als positiv. Es gebe viel Solidarität mit Asylsuchenden.

"Das muss sich jetzt umsetzen lassen in konkrete Hilfe", forderte der Kölner Erzbischof. Flüchtlinge benötigten vor allem eine feste Bleibe, vernünftige Wohnverhältnisse, Essen und ein mitmenschliches Willkommen. Daneben seien langfristig aber auch Sprachkurse, Zugang zur Gesundheitsvorsorge und Hilfe bei der Aufarbeitung von Traumatisierungen nötig.

Quelle:
epd
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