Farrell leitet neues Vatikan-Komitee für Investitionen

Ernennung durch Franziskus

Der US-amerikanische Kurienkardinal Kevin Joseph Farrell leitet das neu gegründete vatikanische Komitee für Investitionen. Das teilte der Vatikan mit. Die Ernennung ist Teil der Kurienreform von Papst Franziskus.

Kardinal Kevin Farrell / © Paolo Galosi/Romano Siciliani (KNA)
Kardinal Kevin Farrell / © Paolo Galosi/Romano Siciliani ( KNA )

Weitere Mitglieder sind der Gründer des britischen Tech-Unternehmens RegHedge, Jean Pierre Casey, der Direktor der Union-Investment-Privatfonds mit Sitz in Deutschland, Giovanni Christian Michael Gay, der Portfolio-Manager des norwegischen Skagen Funds David Harris sowie der Investitionsmanager des Boston College in den USA, John Zona.

Statut an Kurienverfassung anpassen

Die Neugründung des Komitees ist ein Element der Kurienreform, die am Sonntag in Kraft getreten ist. Die Konstitution "Praedicate evangelium" (Verkündet das Evangelium) ist der Grundtext der Reform, die nun noch in eine konkretere Kurienordnung überführt werden muss. Zudem muss jede vatikanische Einrichtung ihre eigenen Statuten aktualisieren und an die neue Kurienverfassung anpassen.

Römische Kurie

Die Römische Kurie ist die Gesamtheit der Behörden und Gerichte, die der Papst zum Regieren der Weltkirche nutzt. Dazu gehören das Staatssekretariat, Kongregationen, Gerichtshöfe, Dikasterien und Päpstliche Räte sowie die Kommissionen. 

Seit der Kurienreform von 1967 unter Papst Paul VI. hatte das Staatssekretariat eine Vorrangstellung unter den Kurienbehörden. Für neue Aufgaben schuf er weitere Sekretariate und Räte, so für Ökumene, für den Dialog mit Nichtchristen und Nichtglaubenden, für Familie und Laien.

Die Kurie bei Papst Franziskus / © Stefano Carofei (KNA)
Die Kurie bei Papst Franziskus / © Stefano Carofei ( KNA )
Quelle:
KNA