Extreme Hitzewelle erfasst Australien

Angst vor Waldbränden

Australien ist eine der besonders stark vom Klimawandel betroffenen Weltregionen. Starkregen, Überschwemmungen und Waldbrände haben zuletzt an Häufigkeit und Intensität zugenommen. Nun schwitzen drei Bundesstaaten.

Buschfeuer in Australien / © Jason O'brien (dpa)
Buschfeuer in Australien / © Jason O'brien ( dpa )

Millionen Australier sehen sich vor einer schweren Hitzewelle. In den Bundesstaaten in Victoria, Südaustralien und Tasmanien würden in den kommenden Tagen wahrscheinlich Hitzerekorde gebrochen, kündigte das Bureau of Meteorology (BOM) am Sonntag laut australischen Medien an. 

"Wir werden sehr heiße Temperaturen erleben, die bis in die hohen 30-Grad er und niedrigen 40-Grad reichen", sagte ein Sprecher des BOM.

Brennpunkt Melbourne

Ein Brennpunkt der Hitzewelle sei die Großstadt Melbourne mit voraussichtlich etwa 39 Grad. Dort seien in den vergangenen 100 Jahren im März nur dreimal an drei aufeinanderfolgenden Tagen Temperaturen über 38 Grad gemessen worden. In südlicheren Regionen von Victoria sei mit Hitze über 40 Grad zu rechnen. 

Die Behörden hätten zur Verhinderung von Waldbränden ein totales Feuerverbot verhängt. Da der Kontinent südlich des Äquators liegt, sind die Jahreszeiten in Down Under entgegengesetzt denen der Nordhalbkugel.

Weniger Regen als gewöhnlich

Warnungen für extreme Hitzewellen hatten die Behörden auch schon im Januar für andere Teile Australiens ausgesprochen. Als wesentliche Ursache für die Rekordtemperaturen gilt das unregelmäßig auftretende Wetterphänomen El Nino, das im Pazifik für hohe Temperaturen und weniger Regen als gewöhnlich sorgt.

Der Klimawandel spiegelt sich auch in den Fürbitten der katholischen Kirche vor Ort wieder. Als Australien im November 2019 von der schlimmsten Dürre der letzten 100 Jahre heimgesucht wurde, riefen die katholischen Bischöfe des Landes sogar zu einem Nationalen Gebetsmonat auf und baten Gemeinden, Schulen und Familien, sich dem Gebet um Regen anzuschließen. 

Anteil der Christen in Australien sinkt auf unter 50 Prozent

Der Anteil der Christen in Australien ist laut neusten Statistiken erstmals seit Beginn der Erhebungen vor 110 Jahren auf unter 50 Prozent gesunken. Insgesamt bezeichnet sich eine steigende Zahl von Menschen als "nicht religiös", wie aus den am Dienstag vom Amt für Statistik (ABS) veröffentlichen Daten der Volkszählung 2021 hervorgeht. 44 Prozent identifizierten sich demnach als Christen, während es vor fünf Jahren noch 52 Prozent und vor zehn Jahren 61 Prozent gewesen seien.

Australien Flagge / © Larich (shutterstock)
Quelle:
DR , KNA