Ex-Schweizergardist arbeitet an der Seite von Papst Leo XIV.

Deutschsprachiger Assistent

Ein früherer Schweizergardist arbeitet nun eng an der Seite des Papstes. Nach 25 Jahren im Korps weiß der Neue genau, worauf es ankommt. Denn er hatte schon unter Papst Franziskus für die Sicherheit des Kirchenoberhaupts gesorgt.

Papst Leo XIV. bei Vereidigung neuer Schweizergardisten / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Leo XIV. bei Vereidigung neuer Schweizergardisten / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Seit kurzem sei Anton Kappler einer der persönlichen Assistenten von Leo XIV., bestätigte Vatikansprecher Matteo Bruni der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Mittwoch. In dieser Position unterstützt der 46-Jährige den bisherigen Kammerdiener Piergiorgio Zanetti, der den Posten bereits unter Papst Franziskus (2013-2025) innehatte. Zanetti arbeitete zuvor für das zweite Sicherheitskorps des Papstes, die Vatikan-Gendarmerie. 

Gardisten der Päpstlichen Schweizergarde / © Stefano Carofei/Romano Siciliani (KNA)
Gardisten der Päpstlichen Schweizergarde / © Stefano Carofei/Romano Siciliani ( KNA )

Wie diese stellt auch die Schweizergarde unter anderem den Personenschutz des katholischen Kirchenoberhaupts sicher. Mitglieder beider Dienste kennen die Bedürfnisse des Papstes sowie die erforderliche Diskretion. Der neue Kammerdiener Kappler arbeitete seit 2001 in der Garde und war zuletzt Teil des Führungskaders. 

Ende Januar war er nach 25 Jahren Dienst von der Päpstlichen Armee pensioniert worden. Kappler stammt aus Sankt Gallen, einem deutschsprachigen Kanton der Schweiz. Wie es heißt, will Leo XIV. derzeit seine Deutschkenntnisse vertiefen.

135 Männer für den Papst

In der 1506 von Papst Julius II. gegründeten Schweizergarde dienen 135 Männer. Sie sind für den Schutz des Papstes sowie seiner Residenz zuständig. Zudem begleiten sie das katholische Kirchenoberhaupt auf Reisen, kontrollieren die Eingänge zum Vatikanstaat und nehmen Ordnungs- und Ehrendienste wahr. 

Mitglied der Garde dürfen katholische Männer werden, die in ihrer Schweizer Heimat Militärdienst geleistet haben und einen untadeligen Ruf besitzen. Wer Hellebardier wird, muss jünger als 30 Jahre und unverheiratet sein. Länger gediente Gardisten dürfen heiraten.

Quelle:
KNA