Evangelischer Theologe Markschies erhält römischen Ehrendoktor

Auszeichnung im Jubiläumsjahr der Reformation

Als erster Protestant hat der Berliner Kirchenhistoriker Christoph Markschies die Ehrendoktorwürde der Päpstlichen Lateran-Universität und ihres Instituts Augustinianum für seine Forschungen über die Kirchengeschichte der Antike erhalten.

Kirchenhistoriker Christoph Markschies / © Andrea Krogmann (KNA)
Kirchenhistoriker Christoph Markschies / © Andrea Krogmann ( KNA )

Markschies ist Professor für Ältere Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität. Die Lateran-Universität ist eine bedeutende Hochschule päpstlichen Rechts mit rund 250-jähriger Tradition. Ihr Institut Augustinianum erforscht die Theologie- und Literaturgeschichte der Alten Kirche.

Auszeichnung im Jubiläumsjahr der Reformation

Für Markschies zeigt sich an der Auszeichnung im Jubiläumsjahr der Reformation, "wie sehr sich die christlichen Konfessionen inzwischen einander angenähert haben und welche verbindende Rolle dabei gerade auch die Wissenschaft spielen kann und die gemeinsame Arbeit an den Anfängen des Christentums".

Der vatikanische Ökumenverantwortliche Kardinal Kurt Koch hat den evangelischen Kirchenhistoriker Christoph Markschies gewürdigt. Der Kurienkardinal dankte dem Berliner für seinen Beitrag dazu, "historische Erinnerungen aufzubereiten" und "gemeinsame spirituelle Einflüsse" wiederzuentdecken, wie die vatikanische Zeitung "Osservatore Romano" berichtete.

Gratulation zur Ehrung

Auch der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge gratulierte Markschies zu der Ehrung. Sie zeige, wie der Theologe über ökumenische Grenzen hinweg wirke und dass seiner wissenschaftlichen Arbeit internationale Bedeutung und Anerkennung zukomme. Das Engagement von Markschies zeige, dass ihm "der Dialog zwischen Wissenschaft und Kirche sowie das Gespräch über theologische und konfessionelle Grenzen hinweg ein Herzensanliegen ist".

Quelle:
KNA