Erzbistum Köln stellt neuen Preis für Gemeindepublikationen vor

"Hiero Award" löst "Pfarrbrief des Jahres" ab

Das Erzbistum Köln hat einen neuen Preis vorgestellt. Nach zehn Jahren löst der "Hiero Award" den "Pfarrbrief des Jahres" ab. Andrea Beckers ist Kommunikationsberaterin im Erzbistum Köln und hofft auf Einsendungen vieler Projekte.

Autor/in:
Annika Weiler
Erzbistum Koeln Hiero-Award Plakatwand / © Erzbistum Köln (EBK)
Erzbistum Koeln Hiero-Award Plakatwand / © Erzbistum Köln ( EBK )

DOMRADIO.DE: Warum war jetzt der richtige Zeitpunkt, einen neuen und breiter angelegten "Hiero Award"-Preis zu starten?

Andrea Beckers (Kommunikationsberaterin im Erzbistum Köln): Der Wettbewerb "Pfarrbrief des Jahres" startete 2016. Ein zehnjähriger Geburtstag ist immer ein guter Punkt für Reflexion. Machen wir den Wettbewerb genauso weiter oder ändern wir etwas? Vor Ort in den Gemeinden hat sich in den Jahren viel verändert und sie haben ihre Kommunikation breiter aufgestellt. 

Andrea Beckers, Kommunikationsberaterin im Erzbistum Köln / © Johannes Schröer (DR)
Andrea Beckers, Kommunikationsberaterin im Erzbistum Köln / © Johannes Schröer ( DR )

Der Pfarrbrief oder die Pfarrmagazine sind zwar nach wie vor die reichweitenstärksten Kanäle für die Gemeinden, aber es gibt auch sehr viel Neues. Deshalb möchten wir den Wettbewerb gern für verschiedene Kanäle und Zielgruppen öffnen.

DOMRADIO.DE: Was macht gute kirchliche Kommunikation aus?

Beckers: Gute kirchliche Kommunikation ist nah dran an den Menschen und ihren Themen. Außerdem ist es gut, wenn diejenigen in der Öffentlichkeitsarbeit auch über die klassischen Medien hinausdenken. Jedes Medium hat seine Vor- und Nachteile. 

Pfarrnachrichten und Newsletter sind gut für aktuelle, kurze Informationen. Auf einer Website kann man auch schon mal tiefer gehen. Für Hintergründe, Impulse und noch tiefergehende Inhalte eignen sich Pfarrbriefe und -magazine. Aushänge sind für Veranstaltungen und aktuelle Infos wichtig.

Pfarrbrief (Erzbistum Köln)

Das Gesamtspiel heißt im Fachjargon "comedial". Wenn verschiedene Medien bedient werden, bewirkt das, dass man die Leute da erreicht, wo sie unterwegs sind. 

Schon während der Corona-Pandemie gab es den Sonderpreis "Kommunikation im Wandel" für den ganz verschiedene Formate eingereicht wurden. Das war interessant, und jetzt sind wir gespannt, was noch alles Tolles kommt. 

DOMRADIO.DE: Was sagen Sie denn Menschen, die sich noch nicht so sicher sind, ob sie ihr Projekt einreichen sollen?

Beckers: Genau die Frage kam auch beim Tag für Öffentlichkeitsarbeit, als wir das neue Format vorgestellt haben. Eine Ehrenamtliche sagte zu mir: "Wir wissen ja gar nicht, ob das überhaupt so toll ist, was wir machen." Nach allem, was wir in den zehn Jahren Pfarrbriefwettbewerb und auch darüber hinaus gesehen haben, möchte ich diesen Ehrenamtlern sagen: "Sie können selbstbewusst sein und mutig einreichen."

Es gibt vier verschiedene Kategorien, die bewusst offen formuliert sind. Eine Veröffentlichung kann in mehreren Kategorien eingereicht werden. Genauso können auch verschiedene Beiträge aus verschiedenen Gemeindemedien abgegeben werden. 

Die Bewerbung für den "Hiero Award" ist noch bis Ende Juni möglich. Bewerben können sich Gemeinden und Einrichtungen aus dem gesamten Erzbistum Köln.

Das Interview führte Annika Weiler.

Pfarrbriefe

Im Unterschied zur Bistumspresse, die seit Jahren an Auflage verliert, sind Pfarrbriefe laut einer Umfrage von 2014 im Aufwind und das reichweitenstärkste gedruckte Medium der katholischen Kirche. Die Befragung ergab damals eine Gesamtauflage von bis zu 7,5 Millionen Exemplaren pro Ausgabe, die in der Regel von einer Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeiter der Gemeinde erstellt werden. Durchschnittlich 660 von ihnen rufen jeden Tag 4.500 Seiten von pfarrbriefservice.de auf.

Gemeinde- und Pfarrbriefe am Stand einer Druckerei / © Marijan Murat (dpa)
Gemeinde- und Pfarrbriefe am Stand einer Druckerei / © Marijan Murat ( dpa )
Quelle:
DR

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