Erzbischof Heße erinnert an Jahrestag des Angriffs auf Ukraine

"Dürfen uns an diesen Krieg nicht gewöhnen"

Vor vier Jahren, am 24. Februar 2022, überfiel Russland die Ukraine. Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße ruft dazu auf, die Menschen in der Ukraine besonders in diesen Tagen nicht zu vergessen, an sie zu denken und für sie zu beten.

Erzbischof Stefan Heße / © Maximilian von Lachner (DBK)
Erzbischof Stefan Heße / © Maximilian von Lachner ( DBK )

Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat zu Solidarität mit den Menschen in der Ukraine aufgerufen. "Mittlerweile gehört es zu unserem Alltag dazu, die schrecklichen Bilder zu sehen, Nachrichten von Angriffen mit Toten und Verletzten zu lesen. Aber wir dürfen uns an diesen Krieg nicht gewöhnen", sagte Heße, der auch Flüchtlingsbischof der Deutschen Bischofskonferenz ist, kurz vor dem vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine.

Lob für Engagement zugunsten der Ukraine

Zugleich würdigte Heße das Engagement von Pfarreien, Verbänden und Einzelpersonen zugunsten von Notleidenden in der Ukraine und Geflüchteten in Deutschland. Der Erzbischof lud alle Katholiken dazu ein, in diesen Tagen besonders an die Menschen in der Ukraine zu denken und für sie zu beten: "Für die Getöteten und Verletzten, für die Trauernden, für die Verantwortlichen in Politik und Diplomatie und für alle, die sich für Verständigung und Frieden einsetzen."

Am 24. Februar 2022 begann Russland seinen Angriff auf die Ukraine. Die Feindseligkeiten hatten bereits 2014 mit der Besetzung der Krim begonnen.

Christliche Kirchen in der Ukraine

Die kirchlichen Verhältnisse in der Ukraine sind komplex. Rund 70 Prozent der 45 Millionen Ukrainer bekennen sich zum orthodoxen Christentum. Sie gehören allerdings zwei verschiedenen Kirchen an: der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche (UOK) des Moskauer Patriarchats und der autokephalen (eigenständigen) Orthodoxen Kirche der Ukraine (OKU). Zudem gibt es eine römisch-katholische Minderheit mit rund einer Million Mitgliedern sowie die mit Rom verbundene (unierte) griechisch-katholische Kirche der Ukraine.

Das Heilige Feuer aus Jerusalem am 18. April 2020 im Kiewer Höhlenkloster Petscherska Lawra, Hauptsitz der ukrainisch-orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchats. / © Sergey Korovayny (KNA)
Das Heilige Feuer aus Jerusalem am 18. April 2020 im Kiewer Höhlenkloster Petscherska Lawra, Hauptsitz der ukrainisch-orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchats. / © Sergey Korovayny ( KNA )
Quelle:
KNA
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