"Die Frage nach einem Trend wird größtenteils verneint", schreibt das Portal katholisch.de unter Berufung auf eine Umfrage unter den katholischen deutschen Bistümern. Zuvor hatten die französische sowie die belgische Bischofskonferenz über eine ansteigende Zahl von Erwachsenentaufen in ihren Ländern berichtet.
Spitzenreiter unter den deutschen (Erz-)Diözesen in der Kategorie Erwachsenentaufen ist dem Portal zufolge das Erzbistum Berlin: Hier meldeten sich über 170 Taufbewerberinnen und -bewerber sowie 50 Kandidatinnen und Kandidaten, die in die katholische Kirche aufgenommen werden wollen, aber bereits christlich getauft sind. 2024 hatte die Zahl der Erwachsenentaufen im Erzbistum nach Angaben der Pressestelle noch bei 182 gelegen. Die aktuellsten bundesweiten Zahlen stammen von 2024.
"Kleiner positiver Trend" seit zwei Jahren
Vor zwei Jahren hatte die Deutsche Bischofskonferenz von einem "kleinen positiven Trend" gesprochen; damals hatten sich insgesamt 2.075 Menschen über 14 Jahren taufen lassen. Dieser Trend hat laut katholisch.de mit dem Abklingen der Corona-Pandemie begonnen: "Zwischen 1997 und 2019 bewegten sich die Zahlen durchgängig im Bereich zwischen 2.448 (2019) und 3.824 (2006) Täuflingen, wobei die Zahlen kontinuierlich eher ab- als zunehmen."
Diesen "Corona-Knick" bemerkten auch die Bistümer: Der Status von vor der Pandemie wird der Befragung zufolge etwa im Erzbistum Paderborn nicht wieder erreicht. In Städten sind die Taufzahlen offenbar tendenziell höher, wie es weiter heißt: Dies hätten etwa das Bistum Bamberg oder das Erzbistum Hamburg signalisiert.
Zudem gebe es eine vergleichsweise hohe Zahl an Erwachsenentaufen in ostdeutschen Diaspora-Bistümern, in denen Christen eine kleine Minderheit bilden: 30 in Magdeburg, etwa 70 in Dresden-Meißen, 19 im kleinsten deutschen Bistum Görlitz.