Für Leo XIV. (70) steht noch immer nicht fest, wann er in die Papstwohnung im Apostolischen Palast ziehen kann. Es gebe weiterhin kein Umzugsdatum, teilte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni am Dienstag mit. Derzeit lebt der Papst in einer Wohnung im Gebäude der vatikanischen Glaubensbehörde auf italienischem Staatsgebiet.
Dort wohnte der damalige Kardinal Robert Francis Prevost schon vor seiner Papstwahl am 8. Mai 2025. Zuletzt war über seinen baldigen Umzug in die deutlich größere und repräsentativere Behausung hoch über dem Petersplatz spekuliert worden.
Anders als sein Vorgänger Franziskus (2013-2025) entschied Leo XIV., nicht ins vatikanische Gästehaus Santa Marta zu ziehen. Stattdessen will er wieder in der Privatresidenz an der Nordseite des Petersplatzes wohnen, die seit dem 16. Jahrhundert dafür vorgesehen ist. Zuletzt hatte Benedikt XVI. (2005-2013) bis zu seinem Rücktritt dort gelebt.
Fast 13 Jahre Renovierungsstau
Das seit knapp 13 Jahren leerstehende Apartment der Päpste wird seit Monaten renoviert. Die Räume im dritten Stock des Palastes sollen von Feuchtigkeit befallen sein, zudem dürften die Leitungen für Wasser und Strom modernisiert und die Sicherheitsvorkehrungen angepasst werden. Zuletzt waren wiederholt Arbeiter am Dach zugange, ein großer Kran ist im Einsatz.
Seit ihrem Bestehen wurde die Wohnung immer wieder umgebaut und den persönlichen Bedürfnissen des jeweiligen Papstes sowie den technologischen Neuerungen der Zeit angepasst. Der gebürtige US-Amerikaner Leo XIV. plant angeblich, einen der Räume mit Fitnessgeräten zu bestücken, wie sein Bruder John in einem Interview sagte.
Weltberühmt ist das zweite Fenster von rechts, von dem aus der Papst jeden Sonntag um 12 Uhr beim Mittagsgebet zu den Menschen auf dem Petersplatz spricht. Bekannt ist auch die päpstliche Privatbibliothek. Dort empfängt der Papst Staats- und Regierungschefs und andere Persönlichkeiten in Audienz.