Einem Christen in Pakistan droht die Hinrichtung

Todesurteil wegen angeblicher Blasphemie

Dem pakistanischen Christen Nouman Asghar Masih droht nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für
Menschenrechte der Tod durch Erhängen. Er wurde am 1. Juli 2019 wegen angeblicher Beleidigung des Propheten Mohammed festgenommen.

Symbolbild Einschränkung der Menschenrechte / © Aram Shahinyan (shutterstock)
Symbolbild Einschränkung der Menschenrechte / © Aram Shahinyan ( shutterstock )

Das teilte die IGFM am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Am 30. Mai 2023 sei in der pakistanischen Stadt Bahawalpur (Provinz Punjab) das Todesurteil wegen angeblicher Blasphemie ergangen.

Er soll blasphemische Bilder gezeigt haben

Masih soll demnach in einem öffentlichen Park nachts um 3.30 Uhr einer Gruppe Menschen blasphemische Bilder gezeigt haben. Seine Familie bezeuge aber, dass er zu dem Zeitpunkt zu Hause in seinem Bett gelegen habe. Die Menschenrechtler bitten darum, sich in Schreiben an den pakistanischen Präsidenten Arif Alvi für den Inhaftierten einzutreten.

Christen in Pakistan

Staatsreligion in Pakistan ist der Islam, 96 Prozent der Einwohner sind Muslime. Das Christentum ist nach dem Hinduismus die zweitgrößte Minderheitsreligion im Land. Gleichzeitig sind die Christen dort besonders bedroht. Wegen Blasphemie verhängen die Gerichte immer wieder Todesstrafen. Dabei genügen schon des Trinken aus einem Brunnen oder eine unliebsame Kurznachricht als Grund. (DR, 01.01.2021)

Pakistanische Christen feiern wegen Corona-Maßnahmen zu Hause Gottesdienst / © Fareed Khan (dpa)
Pakistanische Christen feiern wegen Corona-Maßnahmen zu Hause Gottesdienst / © Fareed Khan ( dpa )
Quelle:
KNA