Papst tauft 16 Kinder in der Sixtinischen Kapelle

Eine neue "christliche Identität"

Ein besonderer Moment für Täuflinge und Eltern: In der Sixtinischen Kapelle hat Papst Franziskus am Sonntag 16 Kinder getauft. In einer freien Predigt forderte das Kirchenoberhaupt die Eltern auf, die "christliche Identität" der Kinder zu bewahren.

Archiv: Papst Franziskus tauft ein Kleinkind / © Vatican Media (KNA)
Archiv: Papst Franziskus tauft ein Kleinkind / © Vatican Media ( KNA )

Der Gottesdienst fand traditionsgemäß zum Fest der Taufe des Herrn statt, das an die Taufe Jesu durch Johannes erinnert. Mit dem Festtag endet die Weihnachtszeit. Bei den Täuflingen - neun Mädchen und sieben Jungen - handelte es sich vor allem um Neugeborene von Vatikanangestellten.

Die "christliche Identität" bewahren

In seiner Predigt, die Franziskus frei und kurz hielt, wandte er sich an die Eltern: "Ihre Kinder bekommen heute die christliche Identität", betonte er. Es sei eine lebenslange Aufgabe, diese zu bewahren. Das dürfe man niemals vergessen. Im Anschluss vollzog das Kirchenoberhaupt den Ritus und übergoss die Stirn der Täuflinge persönlich mit Wasser.

Die Kindertaufen in der Sixtinischen Kapelle gehen auf Papst Johannes Paul II. (1978-2005) zurück. Er verlegte die Zeremonie, die anfangs andernorts im Vatikan stattfand, 1983 in die berühmte Kapelle mit den Fresken Michelangelos. Benedikt XVI. (2005-2013) nahm die in den letzten Krankheitsjahren von Johannes Paul II. unterbrochene Tradition wieder auf, Franziskus führte sie fort. Im vergangenen Jahr entfiel die Feier wegen der Corona-Pandemie.

Papst Franziskus bei der Vesper mit  zum Jahresabschluss am 31. Dezember 2021 im im Petersdom, Vatikan / © Stefano Spaziani/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus bei der Vesper mit zum Jahresabschluss am 31. Dezember 2021 im im Petersdom, Vatikan / © Stefano Spaziani/Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA