Kolping Europa fordert mehr Unterstützung für Flüchtlinge

Ein "Armutszeugnis"

Das Kolpingwerk Europa ruft die EU und die Mitgliedsstaaten zu mehr Hilfe für die in den Flüchtlingslagern in Bosnien-Herzegowina und Griechenland lebenden Menschen auf. Die humanitäre Situation in den Flüchtlingslagern sei "verheerend".

Ein Mann trägt einen Sack mit Decken / © Janossy Gergely (shutterstock)
Ein Mann trägt einen Sack mit Decken / © Janossy Gergely ( shutterstock )

Es sei "ein Skandal und durch nichts zu rechtfertigen, dass Kinder und Jugendliche, Frauen und Männer unter diesen menschenunwürdigen Verhältnissen leiden müssen", erklärte der Vorstand von Kolping Europa in Köln. Die Staaten seien angesichts dieser humanitären Krise gefordert, "ihre Verantwortung wahrzunehmen und umgehend zu handeln".

Ein "Armutszeugnis"

Zwar leiste die EU finanzielle Unterstützung für die Unterbringung der Flüchtlinge, doch es fehle an der Bereitschaft der Staaten, diese Menschen auch aufzunehmen. Durch das Verhalten der EU und ihrer Mitgliedsstaaten würden die europäischen Grundwerte "grob missachtet". Es sei ein "Armutszeugnis, wenn in Europa Geflüchteten, die sich in solch einer katastrophalen Lage befinden, Hilfe aus politischen Gründen verweigert wird", hieß es.

Das Kolpingwerk Europa ist ein katholischer Sozialverband und Teil des Internationalen Kolpingwerkes. Es ist in über 60 Ländern der Erde mit rund 450.000 Mitgliedern vertreten.

Hand eines Flüchtlings an einem Stacheldrahtzaun / © Beekeepx (shutterstock)
Hand eines Flüchtlings an einem Stacheldrahtzaun / © Beekeepx ( shutterstock )
Migranten in Bosnien / © Kemal Softic/AP (dpa)
Migranten in Bosnien / © Kemal Softic/AP ( dpa )
Quelle:
epd