Die Jahreszeiten sind auch musikalisch ein Thema

Wenn die kalte Sophie den Frühling verdirbt

Am 11. Mai starten die berüchtigten Eisheiligen. Auch wenn das meteorologische Phänomen längst nicht immer deckungsgleich mit den Gedenktagen der Heiligen ist, spielt das Wetter auch in der geistlichen Musik durchaus eine Rolle.

Eisheiligen - es kann wieder Kalt werden. Plastikfolie soll die Sommerblümchen vor Nachtfrost schützen / ©  Karl-Josef Hildenbrand (dpa)
Eisheiligen - es kann wieder Kalt werden. Plastikfolie soll die Sommerblümchen vor Nachtfrost schützen / © Karl-Josef Hildenbrand ( dpa )

Das Oratorium "Die Jahreszeiten" von Joseph Haydn thematisiert den Wechsel der Jahreszeiten und bringt auch einen geistlichen Horizont hinein. Der Anlass für die Komposition war allerdings eher geschäftlich. 

Um den grandiosen Erfolg des Oratoriums "Die Schöpfung“ zu wiederholen, wurde Haydn dazu gedrängt, ein weiteres Werk zu schreiben, eben "Die Jahreszeiten“. Inhaltlich geht es in dem Oratorium um die Landbevölkerung des achtzehnten Jahrhunderts, wie sie je nach Jahreszeit leben und arbeiten. Das Werk ist für Orchester, vierstimmigen Chor und drei Vokalsolisten geschrieben. .

Die Schönheit der Natur als an Gott, den Schöpfer

Obwohl es vom Erfolg her nicht an die Schöpfung anknüpfen konnte, ist das Oratorium musikalisch auf ähnlich hohem Niveau. Sehr lautmalerisch stellt Haydn das Leben der Bauern da. Im ersten Teil geht es um den Frühling. Die Einleitung dieses ersten Teils stellt eine Ouvertüre dar, die den Übergang von Winter zu Frühling vorstellt. Anschließend folgt ein Rezitativ für Sopran, Tenor und Bass, in welchem der Frühling angekündigt wird. Den Abschluss bildet ein Jubelchor, der Gott dafür dankt, dass mit dem Frühling nun eine gute Zeit für die Landbevölkerung da ist.

Im Radioprogramm von DOMRADIO.DE erklingt am Sonntagabend ab 18 Uhr "Der Frühling" aus dem Oratorium "Die Jahreszeiten".

Eisheilige

Ihre Namen finden sich allesamt im ökumenischen Heiligenkalender. Gemeint sind Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und dazu noch die kalte Sophie. Sie stehen für die Tage vom 11. bis 15. Mai, für die "Eisheiligen", einem besonderen Wetterphänomen im Frühjahr. In diesen Tagen nämlich, so besagen alte Bauernregeln, kann es noch einmal richtig kalt werden. Aber stimmt das auch? Wissenswertes über zusammenbrechende Polarwirbel, späte Fröste, verwundbare Knospen, Märtyrer und Heilige.

Eisheilige: Gänseblümchen mit Raureif / © Stephan Rech (epd)
Eisheilige: Gänseblümchen mit Raureif / © Stephan Rech ( epd )
Quelle:
DR

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