Die Bekämpfung des Hungers in der Welt

Unseren täglichen Hunger gib uns heute?

Jeden Tag sterben 15.000 Kinder an Unterernährung. Über 800 Millionen Menschen wachen morgens auf und wissen nicht, wie sie sich selber oder ihre Kinder an diesem Tag ernähren sollen. Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen lässt diese zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit keine Ruhe.

 © DOMRADIO (DR)
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"Unser tägliches Brot gib uns heute!“ Wie oft habe ich diese Bitte des Vaterunsers gebetet? Doch wirklich Hunger habe ich in meinem ganzen Leben noch nie gehabt. Oft habe ich viel mehr gegessen als eigentlich nötig – aber ehrlich gesagt: Hunger – richtigen Hunger – kenne ich doch gar nicht. Dabei sterben jeden Tag 15.000 Kinder – an Unterernährung. Unser Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat in dieser Woche auch daran erinnert, dass gut 800 Millionen Menschen jeden Tag aufwachen und noch nicht wissen, wie sie sich selber oder ihre Kinder an diesem Tag ernähren sollen. Klar – diese Zahlen sind nicht neu – und uns allen irgendwie bekannt. Aber ich möchte mich nicht an diese Ungerechtigkeit, die zum Himmel schreit, gewöhnen.

Es ist nicht möglich, allen Menschen genug Essen zu geben? Das ist Quatsch – und ich bin Minister Müller sehr dankbar, dass er aufgezeigt hat, wie Hunger wirksam bekämpft werden kann. Wir Menschen müssen es nur wollen! Nur wo der Wille da ist, tut sich der Weg auf. Vielleicht sollten wir alle die Bitte „Unser tägliches Brot gib uns heute!“ eher so beten, dass wir bei dieser Bitte nicht nur flehend unsere Augen gen Himmel richten, sondern auch selber aktiv werden, wo immer wir es können. Wir Christen sind es doch, die einen neuen Himmel und eine neue Erde erwarten, in denen die Gerechtigkeit wohnt.

 

Ihr Ingo Brüggenjürgen Chefredakteur DOMRADIO.DE

 

PS: Dass der Mensch nicht nur vom Brot allein lebt, dokumentieren unsere aktuellen Mediennutzerzahlen sehr deutlich. Wir freuen uns über all die Gläubigen, die Tag für Tag unsere Gottesdienstübertragungen nutzen oder sich jeden Tag im Internet für unseren "guten Draht nach oben" entscheiden, weil sie Informationen aus Kirche und Gesellschaft gerne aus allererster Hand schätzen…

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