Deutsche Umwelthilfe lobt bischöfliche Dienstfahrzeuge

Kirchenchefs fahren immer klimafreundlicher

Großes Lob für katholische und evangelische Kirchenspitzen: Laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) fahren die Geistlichen immer umwelt- und klimafreundlicher. Das habe ein Dienstwagen-Check jetzt ergeben.

Abgasuntersuchung / © Patrick Pleul (dpa)
Abgasuntersuchung / © Patrick Pleul ( dpa )

Die Kirchenoberhäupter in Deutschland fahren nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) immer umwelt- und klimafreundlicher. Seit dem ersten Dienstwagencheck zum CO2-Ausstoß der Wagen vor sechs Jahren habe es deutliche Verbesserungen gegeben, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch am Dienstag in Berlin. Bei den Neuzulassungen liegen die kirchlichen Spitzenvertreter mit Blick auf den Kohlendioxid-Ausstoß erstmals leicht unter dem Durchschnitt aller Neufahrzeuge in Deutschland, wie der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch am Dienstag in Berlin angab.

Bei den Katholiken sank der CO2-Durchschnittswert bei den Dienstwagen von 174 Gramm im Jahr 2011 auf 129 Gramm in diesem Jahr. Die Protestanten Oberhäupter verbesserten sich im gleichen Zeitraum von 169 Gramm pro Kilometer auf 123 Gramm.

Grüne Karten für Bischöfe

Beim diesjährigen Dienstwagencheck vergab die Umwelthilfe drei "Grüne Karten" an das kirchliche Spitzenpersonal. Besonders umwelt- und klimafreundlich fahren demnach Bischof Stefan Oster vom Bistum Passau, Erzbischof Ludwig Schick vom Erzbistum Bamberg und die Präsidentin der Bremischen Evangelischen Kirche, Edda Bosse. Sie alle seien in einem sparsamen Dienstwagen mit einem CO2-Austoß von unter 124 Gramm pro Kilometer unterwegs, sagte Resch. Schlusslicht in der diesjährigen Bewertung der Kirchenoberhäupter ist Bischof Wolfgang Ipolt vom Bistum Görlitz mit 163 Gramm.

Weitere sieben "Grüne Karten" gingen an kirchliches Leitungspersonal wie Generalvikar Dominik Meiering und Weihbischof Rolf Steinhäuser vom Erzbistum Köln oder die stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und Präses Andreas Schindler von der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Bei den kirchlichen Hilfswerken fährt Diakonie-Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel mit einem Hybrid-Passat und einem CO2-Ausstoß von 107 Gramm am klimafreundlichsten. Untersucht wurden die Dienstwagen von 20 protestantischen und 27 katholischen Kirchenvertretern.

Quelle:
KNA , epd
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