Kardinal Hollerich erhält zentrales Amt für Bischofssynode 2023

Der Generalrelator

Der Papst hat dem Luxemburger Kardinal Jean-Claude Hollerich eine Schlüsselposition bei der kommenden Welt-Bischofssynode zugewiesen. Welche ist das und was kommt auf Kardinal Hollerich zu?

Erzbischof Jean-Claude Kardinal Hollerich / © Sven Becker (KNA)
Erzbischof Jean-Claude Kardinal Hollerich / © Sven Becker ( KNA )

Franziskus habe den 62-Jährigen zum "Generalrelator" der Versammlung im Herbst 2023 ernannt, teilte der Vatikan am Donnerstag mit.

Was macht ein Generalrelator?

In dieser Funktion soll Hollerich den Stand der Debatten zusammenzufassen und gegebenenfalls zwischen unterschiedlichen Positionen vermitteln.

Die nächste Generalversammlung der Bischofssynode im Vatikan hat als Thema Synodalität der Kirche und ist für Oktober 2023 geplant. Um die Kirche insgesamt synodaler zu machen, soll zuvor auf diözesaner, dann auf kontinentaler Ebene beraten werden. Thema der Beratungen ist "Eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation, Mission". Start der zweijährigen Weltsynode ist im Oktober dieses Jahres.

Ordentliche Synoden alle drei bis vier Jahre

Die Bischofssynode der katholischen Kirche ist ein weltkirchliches Beratungsorgan des Papstes. Ordentliche Synoden finden üblicherweise alle drei bis vier Jahre statt. Als solche tagte 2018 die XV. Ordentliche Generalversammlung zum Thema "Jugend". Daneben gibt es Spezialversammlungen, die einzelne Weltregionen betreffen, etwa 2019 für die Amazonas-Region.

Das Generalsekretariat der Synode organisiert im Auftrag des Papstes die Vorbereitung, in diesem Fall den zweijährigen weltweiten Beratungsprozess. Des weiteren kümmert es sich um die die Durchführung der meist dreiwöchigen Versammlung im Vatikan und gibt Impulse zur Nachbereitung in den Diözesen.

Quelle:
KNA
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