Caritas gibt Tipps bei privater Aufnahme von Flüchtlingen

Leitfaden vorgestellt

Der Deutsche Caritasverband hat Tipps und Empfehlungen für Bürger veröffentlicht, die in ihren Privatwohnungen ukrainische Kriegsflüchtlinge aufnehmen wollen. Für einige Schritte sei eine professionelle Unterstützung sinnvoll.

Flüchtlinge aus der Ukraine / © Julia Steinbrecht (KNA)
Flüchtlinge aus der Ukraine / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Die Solidarität sei großartig; aufnehmende Familien bräuchten aber Unterstützung und eine Anbindung an professionelle Hilfs- und Beratungsstrukturen, erklärte der Deutsche Caritasverband am Freitag in Freiburg und Berlin.

Es gehe nicht um neue "WG-Mitbewohner", sondern um eine verlässliche Aufnahme von Menschen, die durch Krieg und Flucht traumatisiert sein könnten.

Bei Bedarf auch Expertenhilfe holen

Konkret empfiehlt der dreiseitige, im Internet abrufbare Leitfaden, die eigenen Motivation und die zur Verfügung stehenden Räume genau zu prüfen. Es sei nicht leicht, räumliche Nähe und emotionale Belastung dauerhaft auszuhalten.

Wichtig sei auch, bei Bedarf Expertenhilfe zu medizinischen, psychologischen oder aufenthaltsrechtlichen Fragen zu suchen. Empfohlen wird zudem eine Vermittlung der Geflüchteten über offizielle, kommunale Stellen.

Spenden für Opfer des Krieges in der Ukraine

Viele Menschen möchten den Opfern des Krieges in der Ukraine möglichst konkret helfen. Fachleute halten Geldspenden beinahe immer für den besseren Weg als Sachspenden. DOMRADIO.DE hat eine Liste mit Spendenmöglichkeiten erstellt.

Wer einen Geldbetrag spenden möchte, sollte diesen am besten einer oder maximal zwei Organisationen zukommen lassen. Das mindert den Werbe- und Verwaltungsaufwand der Organisationen.

DOMRADIO.DE empfiehlt Spenden an folgende Hilfsorganisationen:

 

Caritas International

Hilfsbereitschaft für die Ukraine / © Halfpoint (shutterstock)
Hilfsbereitschaft für die Ukraine / © Halfpoint ( shutterstock )

Quelle:
KNA