Bund Katholischer Unis verurteilt Ukraine-Krieg

"Wir teilen die Angst und Besorgnis unserer Mitglieder"

Die Internationale Vereinigung Katholischer Universitäten verurteilt "aufs Schärfste den beispiellosen und ungerechtfertigten Angriff" Russlands auf die Ukraine, ihre Institutionen und ihre Bevölkerung. Dieser sei nicht gerechtfertigt.

Katholische Universität Eichstätt / © Sebastian Widmann (KNA)
Katholische Universität Eichstätt / © Sebastian Widmann ( KNA )

Die militärische Gewalt lasse sich mit den Argumenten von Präsident Wladimir Putin nicht rechtfertigen und stelle eine starke Herausforderung für das friedliche Zusammenleben der Nationen weltweit dar, erklärte die  Internationale Vereinigung Katholischer Universitäten (IFCU) am Freitagabend in Paris.

Stärkung der akademischen Zusammenarbeit

Ziel der 1924 gegründeten globalen Organisation sei es, die internationale akademische Zusammenarbeit zu stärken, gerade nach einem der verheerendsten Konflikte auf dem europäischen Kontinent, hieß es weiter. Dies geschehe in der Überzeugung, dass eine freie und wertebasierte Hochschulbildung entscheidend für die Förderung von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit sei.

"Wir teilen die Angst und Besorgnis unserer Mitglieder und fordern die russische Führung auf, von weiteren feindseligen Aktionen abzusehen, die noch mehr Leid verursachen und die Grundsätze des Völkerrechts missachten würden", so das Bündnis. "Krieg ist eine schwere Verletzung der Menschenwürde und hat keinen Platz in unserer Welt."

"Unerschütterliche Unterstützung"

Das ukrainische Volk, die akademische Gemeinschaft des Landes sowie die Ukrainische Katholische Universität (UCU) hätten die "unerschütterliche Unterstützung" der IFCU. Das Hochschulbündnis fordert alle Mitgliedsuniversitäten auf, ukrainische Forschende, Lehrende und Studierende konkret zu unterstützen. Dies könne durch deren Aufnahme, aber auch durch Stipendien, Online-Kurse und Spenden erfolgen.

"Wir empfinden, wie Papst Franziskus in der Generalaudienz am 23. Februar zum Ausdruck brachte, großen Schmerz, Besorgnis und Angst über den Konflikt und rufen alle Beteiligten auf, seinem Beispiel zu folgen", so die IFCU. Es gelte, im Sinne der Worte des Papstes "alles zu unterlassen, was den Menschen weiteres Leid zufügen würde", "die friedliche Koexistenz destabilisieren" und "das Völkerrecht diskreditieren" würde, so das katholische Hochschulbündnis.

Papst bei russischem Botschafter - "sehr besorgt um Bevölkerung"

Papst Franziskus hat am Freitagmittag überraschend die Russische Botschaft am Heiligen Stuhl besucht. Wie das vatikanische Presseamt bestätigte, habe der Papst bei dem knapp halbstündigen Gespräch mit Botschafter Alexander Awdejew "seine Sorge über den Krieg zum Ausdruck gebracht".

Twitter-Videos zufällig anwesender Journalisten zeigten einen Fiat 500 mit dem Papst, wie er das Botschaftsgelände verlässt, das wenige hundert Meter vom Petersplatz entfernt liegt. Unklar ist bisher, ob Franziskus auch die ukrainische Botschaft am Vatikan besucht.

Papst Franziskus zu Fuß unterwegs / © Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus zu Fuß unterwegs / © Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA
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