Exerzitien der Kurie finden in privatem Rahmen statt

Buch statt Berge

Im vergangenen Jahr waren die Köpfe der Kurie noch in die Berge gefahren. Papst Franziskus hatte wegen einer Erkältung abgesagt. Auch dieses Jahr müssen die Exerzitien ohne den Papst stattfinden. Er verschenkt stattdessen ein Buch.

Aschermittwoch im Vatikan / © Guglielmo Mangiapane (dpa)
Aschermittwoch im Vatikan / © Guglielmo Mangiapane ( dpa )

Die traditionellen Exerzitien von Papst und römischer Kurie zu Beginn der Fastenzeit finden in diesem Jahr coronabedingt in privatem Rahmen statt. Zu diesem Zweck verschenkte Franziskus nun ein Buch über Spiritualität, wie das Portal Vatican News (Donnerstag) berichtet.

Es soll den in Rom ansässigen Kardinälen, den Kurienleitern und anderen Oberen der päpstlichen Behörden als Anregung dienen. Jeder von ihnen ist angehalten, sich vom 21. bis 26. Februar individuell zu einer Zeit des Gebets zurückzuziehen. Das Werk trägt den Titel "Abbi a cuore il Signore" (Trage den Herrn im Herzen). Es handelt sich um gesammelte Schriften des Mönchs Maestro di San Bartolo aus dem 17. Jahrhundert.

Exerzitien im Zeichen der Pandemie

In den vergangenen Jahren war Franziskus mit führenden Mitarbeitern der Kurie für eine knappe Woche in ein Bildungshaus nach Ariccia in den Albaner Bergen gefahren. Dort hörten sie neben Stille und gemeinsamem Gebet Vorträge eines geistlichen Referenten. Die Einkehrtage begannen in der Regel am ersten Fastensonntag und endeten am folgenden Freitag. 2020 - bereits unter den Vorzeichen der Corona-Pandemie - sagte der Papst seine Teilnahme wegen einer Erkältung ab.

Papst Franziskus spricht während des Angelus-Gebets am 17. Januar 2021 im Vatikan. / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus spricht während des Angelus-Gebets am 17. Januar 2021 im Vatikan. / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA