Bistum Fulda stellt Pfarreistrukturen neu auf

Aus 193 mach 28

Das Bistum Fulda will seine Strukturen und Pfarreien neu aufstellen. Als Ziel sind 28 Pfarreien vorgesehen, die sich bis in die 2030er Jahre gründen sollen. Bislang hat das Bistum den Angaben zufolge 193 Pfarreien.

Fuldaer Dom und Michaelskirche / © KNA
Fuldaer Dom und Michaelskirche / © KNA

Mit dem räumlichen Zuschnitt und einer inhaltlichen Neuausrichtung will das Bistum Strukturen schaffen, um das Evangelium unter veränderten gesellschaftlichen, personellen und finanziellen Rahmenbedingungen zu verkünden. Den Pfarreien werde für den Prozess Zeit gegeben, so das Bistum.

Kurze Filmbeiträge geplant

In einem am Freitag auf der Bistumsseite veröffentlichten Video zu dem Prozess sagt der Fuldaer Bischof Michael Gerber, selbst wenn es genügend Priester, Hauptamtliche und Geld gebe, "müssten wir einen Weg gehen einer deutlich stärkeren verbindlichen Vernetzung der Orte, die bisher in einer relativ guten rechtlichen Eigenständigkeit unterwegs sind".

Bischof Michael Gerber / © Angelika Zinzow (KNA)
Bischof Michael Gerber / © Angelika Zinzow ( KNA )

In dem Video kommen auch weitere Geistliche und Engagierte zu Wort. Ab Herbst will das Bistum weitere Infos und Anregungen zum Prozess in kurzen Filmbeiträgen veröffentlichen.

Das Bistum Fulda

Der Fuldaer Dom begrüßt die deutschen Bischöfe. / © Ingo Brüggenjürgen (DR)
Der Fuldaer Dom begrüßt die deutschen Bischöfe. / © Ingo Brüggenjürgen ( DR )

Bischof Dr. Gerber ist der 97. Oberhirte seit dem heiligen Sturmius und der 18. Bischof von Fulda seit der Bistumsgründung im Jahr 1752. Er übernimmt eine Diözese mit 389.840 Katholiken (Stand: 31. Dezember 2017) bei einer Gesamtbevölkerung von 1.720.203 Menschen. Das Bistum Fulda erstreckt sich vom nordhessischen Bad Karlshafen bis in den Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim und von der Universitätsstadt Marburg in Oberhessen bis nach Geisa im Thüringer Land auf einer Fläche von 10.318 Quadratkilometern.

Quelle:
KNA