Bischof-Theissing-Haus wird übergangsweise Flüchtlingsheim

60 Plätze frei

Das Erzbistum Hamburg überlässt das katholische Bischof-Theissing-Haus in Teterow dem Landkreis Rostock zur Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen. Der Vertrag sieht vor, dass dort bis zum Jahresende 60 Geflüchtete wohnen können.

Frauen in einer Jugendherberge  / © pikselstock (shutterstock)
Frauen in einer Jugendherberge / © pikselstock ( shutterstock )

Das gab das Erzbistum am Mittwoch bekannt. Der Landkreis könne den Vertrag um drei Monate verlängern. Betrieben werde die Einrichtung dann von den MW Malteser Werken gGmbH. Die derzeit fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theissing-Hauses würden weiter beschäftigt.

Jugendhaus mit Freizeitanlage

Das nach dem Apostolischen Administrator von Schwerin, Heinrich Theissing (1917-1988), benannte Haus ist eine Einrichtung für Bildungs- und Freizeitaktivitäten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Mecklenburg. Es hat ein etwa zwei Hektar großes Gelände mit Spiel- und Sportanlagen, Zeltplatz, Grillhalle und überdachter Open-Air-Bühne.

Alternative Räume gesucht

Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße räumte ein, dass in den kommenden Monaten wegen der Umnutzung neue Austragungsorte für Veranstaltungen gesucht werden müssten. In der gegenwärtigen Situation sei es aber die richtige Entscheidung, den Geflüchteten aus der Ukraine Vorrang einzuräumen.

Laut Erzbistum haben die meisten Veranstalter bereits Alternativen gefunden, etwa für das teterock-Festival, die Ministrantentage, die Seminare des Freiwilligendienstes und eine große Ferienfreizeit der Katholischen Studierenden Jugend.

Erzbischof Heße: Wie Ukrainern auch anderen Flüchtlingen helfen

Der katholische deutsche Flüchtlingsbischof Stefan Heße hat die "unbürokratische Aufnahme" von Menschen aus der Ukraine in der Europäischen Union gewürdigt. Er hoffe, "dass uns diese Erfahrung dem Leid der vielen anderen Geflüchteten auf dieser Welt näherbringen wird", sagte der Hamburger Erzbischof am Dienstag in Erfurt beim sechsten Katholischen Flüchtlingsgipfel.

Aus der Ukraine geflüchtete Personen kommen am polnisch-ukrainischen Grenzübergang in Medyka an. / © Sergei Grits/AP (dpa)
Aus der Ukraine geflüchtete Personen kommen am polnisch-ukrainischen Grenzübergang in Medyka an. / © Sergei Grits/AP ( dpa )

Quelle:
KNA