Nach Abschluss des Synodalen Wegs kritisiert der Würzburger katholische Bischof Franz Jung, dass bei dessen Versammlungen oftmals Entscheidungen unter hohem Zeitdruck gefällt worden seien.
"Das war oft nicht gut, weil man den Eindruck hatte, es besteht noch Diskussionsbedarf", sagte Jung am Wochenende in Würzburg. Das Reformprojekt der katholischen Kirche in Deutschland war am Samstag in Stuttgart offiziell zu Ende gegangen.
Positiver Blick in die Zukunft
Für gelingende Synodalität müsse auch der Faktor Zeit berücksichtigt werden, so Jung weiter. "Wie viel Zeit zur Diskussion ist? Wann sind Dinge tatsächlich entscheidungsreif?" Dennoch schaue er positiv in die Zukunft.
Wenn die Deutsche Bischofskonferenz dem Satzungsentwurf für die Synodalkonferenz zustimme und Rom diesen anerkenne, könnte die Konferenz im November erstmals in Stuttgart zusammentreten: "Jetzt bin ich gespannt, wie das im November gut weitergeht." Die Synodalkonferenz soll ein neues nationales Kirchengremium sein und aus Bischöfen und Laien bestehen.