Bischof Ackermann sieht Fortschritte auf Synodalem Weg

"Die Dinge bewegen sich"

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann sieht die katholische Kirche auf einem Weg "zu größerer Wahrhaftigkeit". Das teilte Ackermann im Rückblick auf die Reformdebatten des Synodalen Wegs der Kirche am Wochenende mit.

Bischof Stephan Ackermann / © Julia Steinbrecht (KNA)
Bischof Stephan Ackermann / © Julia Steinbrecht ( KNA )

"Ich bin nicht euphorisch, denn es liegt noch ein gutes Stück Weg vor uns, aber ich sehe, wie sich die Dinge bewegen", betonte der Bischof. Es brauche gut begründete Texte, damit die Frauenfrage oder die Sexualmoral in Rom weiter diskutiert würden. Weiter lobte er: "Wir sind in einer wirklich offenen Kommunikation angekommen, sowohl im Plenum wie in den persönlichen Seitengesprächen, die bei einer solchen Versammlung ja auch sehr wichtig sind."

Gefordert wurden bei dem von Donnerstag bis Samstag tagenden Treffen des Synodalen Wegs unter anderem eine moderne Sexualmoral, die Öffnung des Priesteramtes für Frauen, eine Lockerung der Verpflichtung zur Ehelosigkeit für Priester und ein anderer Umgang mit Macht.

Voten mit begrenzter Wirkung

Die Voten der Synodalversammlung haben allerdings nur begrenzt Wirkung, weil die meisten der dort angesprochenen Bestimmungen auf Ebene der Weltkirche geregelt sind. Deswegen können sie in Deutschlands nicht anders gehandhabt werden. Einige Papiere gehen zudem noch in weitere Beratungen, bevor sie als verbindlich gelten.

Danach muss Rom entscheiden, wie es mit den Empfehlungen umgeht. Über die Umsetzung der Punkte, die vor Ort realisiert werden können, entscheiden die Bischöfe der 27 deutschen Bistümer.

Die Voten des Synodalen Wegs im Überblick

Bei der dritten Vollversammlung des Synodalen Wegs in Frankfurt haben die Teilnehmenden erstmals konkrete Beschlüsse zu Reformen in der Kirche gefasst. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) fasst nachfolgend wesentliche Inhalte und Abstimmungsergebnisse zusammen:

Eine Hand hält ein Gerät für die digitale Abstimmung am 5. Februar 2022 in Frankfurt. / © Julia Steinbrecht (KNA)
Eine Hand hält ein Gerät für die digitale Abstimmung am 5. Februar 2022 in Frankfurt. / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Quelle:
KNA