Bischöfe trauern um Erdbebenopfer in Afghanistan

Hoffen auf Rettung für Verschüttete

In der Nacht zu Mittwoch erschütterte ein Erdbeeben Afghanistan nahe der Grenze zu Pakistan. Derzeit sind mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen, die Zahlen steigen weiter. Die deutschen Bischöfe rufen zum Gebet für die Opfer auf.

Tote nach Erdbeben in Afghanistan / © Bakhtar News Agency/AP/dpa
Tote nach Erdbeben in Afghanistan / © Bakhtar News Agency/AP/dpa

Bundesregierung sichert Afghanistan nach Erdbeben Hilfe zu

Nach dem Erdbeben in der afghanisch-pakistanischen Grenzregion mit mehr als 1000 Toten hat sich die Bundesregierung betroffen über die Ereignisse geäußert und dem afghanischen Volk humanitäre Hilfe zugesichert. "In Afghanistan hat ein schweres Erdbeben viele hundert Menschen in den Tod gerissen und viele weitere schwer verletzt. Die Bundesregierung spricht dem afghanischen Volk ihr tiefes Mitgefühl aus", sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am 22. Juni in Berlin.

Tote nach Erdbeben in Afghanistan / © Uncredited/Bakhtar News Agency/AP (dpa)

Die Deutsche Bischofskonferenz hat mit Trauer und Mitgefühl auf das Erdbeben in Afghanistan reagiert. Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche, Bischof Bertram Meier, rief am Mittwoch via Twitter zum Gebet für die Betroffenen auf. "Hoffentlich können die noch Verschütteten bald geborgen werden und die Rettung kommt für viele rechtzeitig."

Laut der Erdbebenwarte US Geological Survey ereignete sich das Beben in der Nacht um 1.45 Uhr pakistanischer Zeit (22.45 Uhr MESZ). Das Epizentrum habe etwa 44 Kilometer von der Stadt Khost entfernt nahe der Grenze zu Pakistan in einer Tiefe von 51 Kilometern gelegen. Nach offiziellen Angaben sind dort bislang mindestens 1000 Menschen getötet worden. Mindestens 1500 Bewohner im Osten Afghanistans seien verletzt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Bakhtar am Mittwoch.

Die Zahl werde sich voraussichtlich noch erhöhen, weil Informationen aus abgelegenen Bergdörfern nur langsam einträfen, sagte ein Mitarbeiter der afghanischen Behörden dem pakistanischen Nachrichtenportal Dawn.

 

Quelle:
dpa , KNA