Bischöfe in der Ukraine hoffen auf Weihe

"Wir glauben an die Hilfe der Gottesmutter"

Die Bischöfe in der Ukraine setzen laut dem Hilfswerk "Kirche in Not" ihre Hoffnung in den Weiheakt von Papst Franziskus. Er will am Freitagabend in Rom insbesondere Russland und die Ukraine dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen.

 Marienstatue
 / © Chaz Muth (KNA)
Marienstatue / © Chaz Muth ( KNA )

Brief des Papstes zur Weihe an das Unbefleckte Herz Marias

In einem Bußgottesdienst am Freitag im Petersdom bittet Papst Franziskus noch einmal um Frieden in der Ukraine. Mit einem besonderen Gebet möchte er die Menschheit und vor allem Russland und die Ukraine der Gottesmutter Maria weihen. Dazu bittet der Papst alle katholischen Bischöfe weltweit, sich mit ihrer Diözese dieser Aktion anzuschließen. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) dokumentiert den Brief im offiziellen Wortlaut.

"Schreiben von Papst Franziskus zum Akt der Weihe an das Unbefleckte Herz Marias

Lieber Bruder,

Papst Franziskus am Schreibtisch / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)

Die Weihe soll im Rahmen einer Bußfeier stattfinden. Franziskus bat die Bischöfe der Welt, sich dem Ritual zur selben Zeit anzuschließen. Am 25. März begeht die katholische Kirche ein marianisches Hochfest (Verkündigung des Herrn).

Bitte um Gebet

Wie das Hilfswerk mitteilte, erklärte Bischof Stanislaw Schyrokoradjuk von Odessa: "Mit großer Hoffnung beten wir mit der ganzen Welt und bitten um das Gebet. Wir glauben an die Hilfe der Gottesmutter Maria." In den ersten vier Kriegswochen sei seine Bischofsstadt von Kämpfen verschont geblieben, nun aber stehe sie unter Beschuss und es gebe häufig Luftalarm, so Schyrokoradjuk.

"Wir fürchten ständig einen Angriff vom Meer aus." Die Gedanken an seine Gemeinden und die Menschen in der Region bereiteten ihm ständig Angst: "Mein Gott, so viele Menschen sterben täglich."

"Ein Zeichen des Sieges Gottes"

Trotz zunehmender Kämpfe hätten sich die katholischen Gemeinden in Odessa und weiteren Regionen des Landes mit Novenen und Andachten auf den Weiheakt vorbereitet, heißt es. So auch in Charkiw im Osten der Ukraine.

Von dort meldete sich Bischof Pavlo Honcharuk mit einer Videobotschaft, in der er seine Freude über die Initiative des Papstes zum Ausdruck brachte. Inmitten des Leids und der Zerstörung sei der Weiheakt "ein Zeichen des Sieges Gottes, der Liebe, der Güte und des Lebens".

Information der Redaktion: DOMRADIO.DE überträgt am Freitag, 25.03.2022, um 17.00 Uhr die Weihe von Russland, Ukraine und des Erzbistums Köln an das Unbefleckte Herz Mariens live im Internet. Ebenso überträgt DOMRADIO.DE ab 17.00 aus dem Vatikan die Bußfeier im Petersdom mit der Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens im Internet live.

 

Quelle:
KNA