Die deutschen Bischöfe haben vor einem Flächenbrand in der Region gewarnt.
"Gewalt ist wieder eine selbstverständliche Sprache der Politik und erscheint uns leider oft auch als angemessene Reaktion auf diese Entwicklungen", sagte der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Bertram Meier, laut Manuskript am Montagabend.
Der Augsburger Bischof äußerte sich bei einem Gottesdienst im Rahmen der vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen initiierten Gebetskette.
"Gewalt kann keinen Frieden schaffen"
"Wir schauen alle gebannt auf die Bilder, die uns aus dem Iran und der Golfregion erreichen, von den Menschen in den Schutzräumen Israels, ja, bis hin zu den Militärbasen auf Zypern", so Meier. Zwar hätten Staaten das Recht, ihre Bevölkerung notfalls auch mit Gewalt zu schützen. Doch könne Gewalt alleine keinen Frieden schaffen, mahnte der Bischof.
Das Gebet sei aktuell für den Nahen Osten wichtiger denn je. "Mögen die Waffen bald schweigen und möge vor allem das iranische Volk die Chance bekommen, zur Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zurückzufinden."