Benedikt XVI. wurde laut Erzbischof Schick häufig verkannt

Zu abgehoben?

Der verstorbene frühere Papst Benedikt XVI. ist nach Worten des emeritierten Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick in seinem Heimatland häufig auf Unverständnis gestoßen. Er hofft, dass sich das nun wieder ändern könnte.

Der em. Papst Benedikt XVI. und Altbischof Schick / © privat (Erzbistum Bamberg)
Der em. Papst Benedikt XVI. und Altbischof Schick / © privat ( Erzbistum Bamberg )

"Er ist mehr verkannt worden in Deutschland, als anerkannt. Ich habe aber im Augenblick den Eindruck und die Hoffnung, dass die Anerkennung wieder steigt", sagte Schick dem Fernsehsender Phoenix.

Zu theologisch und verschlossen?

Anderswo in der Welt sei er meistens mehr geachtet worden. "Der Prophet gilt im Heimatland nichts, das war ein wenig auch bei Benedikt so."

Erzbischof em. Ludwig Schick (Erzbistum Bamberg)

Benedikt sei für viele Menschen "zu theologisch, etwas abgehoben" gewesen – "aber wenn man mit ihm persönlich ins Gespräch kam, war er das alles nicht. Doch für die Leute war er einfach zu fern", sagte Schick. Benedikt XVI. sei Professor und Intellektueller gewesen, "und das hat ihm manchen Zugangsweg zu den Menschen etwas verschlossen".

Das geistliche Testament von Papst Benedikt XVI.

Am Tag seines Todes, dem Silvestertag 2022, hat der Vatikan das Geistliche Testament von Papst Benedikt XVI. veröffentlicht, das er bereits am 29. August 2006 verfasste. Die Katholische Nachrichten-Agentur dokumentiert den Text in der Originalfassung (in alter Rechtschreibung):

Papst Benedikt XVI. am 9. September 2006 in München. / © Markus Nowak (KNA)
Papst Benedikt XVI. am 9. September 2006 in München. / © Markus Nowak ( KNA )
Quelle:
KNA