Ein Gebäck mit besonderer Verbindung zur Fastenzeit, der sogenannte "Hauberling", ist als 300. regionaltypische Spezialität in die bayerische Datenbank "GenussErbe" aufgenommen worden. Das teilte das Ernährungsministerium in München am Mittwoch mit.
Das Schmalzgebäck ist den Angaben zufolge nur in einem kleinen Teil Bayerns bekannt, nämlich in Teilen der Landkreise Erding und Mühldorf am Inn. Der Hauberling, ein Bällchen aus Mehl, Salz, Hefe, Wasser, Bier, Kümmel und Ei, habe früher in der Fastenzeit nicht gegessen werden dürfen, heißt es. Denn er wird in Schmalz gebacken, also einem tierischen Fett.
Erst eine päpstliche Ausnahmegenehmigung habe dafür gesorgt, dass die Menschen ihn in der Fastenzeit trotzdem herstellen durften. Denn Graf Sigmund von Haag habe sich bei Innozenz VIII. darüber beschwert, dass die Alternative - italienisches Olivenöl - zu teuer sei.
Hauberlinge wurden früher demnach gern als Alternative zu Kartoffeln oder Knödeln serviert und werden noch heute in der Region gegessen.