Die christliche Theologie hat den französischen Schriftsteller Michel Houellebecq (70) nach eigenen Worten stark geprägt. "Die Idee eines Retters berührt mich sehr. Es gibt Menschen, die ihr Leben damit verbringen, die Apokalypse zu interpretieren. Das ist bei mir nicht der Fall, aber ich denke viel über sie nach. Die viele Zeit, die ich damit verbracht habe, die Bibel zu lesen, hat Spuren hinterlassen", sagte der Bestseller-Autor ("Unterwerfung", "Elementarteilchen") im Interview der "Welt am Sonntag".
Theologische Gedanken im neuen Gedichtband
Auch in Houellebecqs neuem Gedichtband "Combat toujours perdant" ("Ewig auf verlorenem Feld"), der gerade erschienen ist, seien Passagen vorhanden, die in einem theologischen Zusammenhang stünden: "Meine Verse haben eine spirituelle Qualität. An einer Stelle ist auch die Rede vom 'sauveur impensable', einem Retter jenseits der Vorstellungskraft. Die christliche Theologie hat mich stark geprägt."
Angesprochen auf Teile seines Gedichtbandes, in denen von einem großen Krieg und Eindringlingen die Rede ist, und die Frage, wohin das führe, antwortete er: "Der erste Gedanke, der mir in den Sinn kommt, ist ein christlicher. Es ist Christi Wiederkehr."