Bischöfe weihen Lateinamerika der Madonna von Guadalupe

"Auf unsere Mutter im Himmel blicken"

Einen außergewöhnlichen Schritt, um Fürsprache für ein "baldiges Ende der Pandemie" zu erbitten, setzt der Lateinamerikanische Bischofsrat CELAM zusammen mit den Bischöfen Mexikos. Welchen denn?

Katholiken in Mexiko-Stadt pilgern zur Basilika der Jungfrau von Guadalupe / © Sáshenka Gutiérrez (dpa)
Katholiken in Mexiko-Stadt pilgern zur Basilika der Jungfrau von Guadalupe / © Sáshenka Gutiérrez ( dpa )

Am Ostersonntag um 12.00 Uhr mexikanischer Ortszeit (19.00 Uhr MESZ) werden Lateinamerika und die Karibik der Gottesmutter von Guadalupe geweiht, der Schutzpatronin des Kontinents. Das berichtet der Pressedienst Fides (Mittwoch). Hauptort des Geschehens ist die Guadalupe-Basilika in Mexiko-Stadt.

Die gegenwärtige Situation mache es erforderlich, "dass wir als Hirten die Leiden unserer Völker sehen und hören und die Hoffnung wecken, indem wir auf unsere Mutter im Himmel blicken", so der CELAM-Vorsitzende Miguel Cabrejos Vidarte, Erzbischof von Trujillo.

Alle Länder Lateinamerikas und der Karibik seien eingeladen, sich über die Medien der Feier anzuschließen. Zeitgleich sollen die Glocken aller Kirchen läuten.

Frömmigkeitsform der katholischen Kirche

Der Entscheidung der Bischöfe vorausgegangen waren mehrere Anrufungen der Jungfrau Maria durch lateinamerikanische Regierungschefs im Zuge der Corona-Krise, darunter Kolumbiens Präsident Ivan Duque.

In Paraguay hatte Präsident Mario Abdo Benitez, in El Salvador Nayib Bukele und in Mexiko Andres Manuel Lopez Obrador zu Gebeten aufgerufen. US-Präsident Donald Trump hatte zu Beginn der Coronavirus-Pandemie in seinem Land den 15. März zum "Nationalen Gebetstag" erklärt.

Die Weihe an die Gottesmutter Maria ist eine Frömmigkeitsform der katholischen Kirche. Dabei werden Einzelpersonen oder Gruppen, Kirchen, Klöster, Bistümer oder auch Nationen der Fürbitte Mariens und ihrem besonderen Schutz anvertraut. Die Marienweihe wird häufig, aber nicht nur in Ausnahmesituationen praktiziert.

Quelle:
KNA