Restaurierung der Pariser Kathedrale Notre-Dame

Auf der Suche nach geeigneten Steinen

Diese "Fahndung" ist gar nicht so einfach: In Frankreich wird derzeit nach Steinen für die Restaurierung der bei einem Großbrand im April 2019 zerstörten Pariser Kathedrale Notre-Dame gesucht. Neben der Ästhetik kommt es auf die Menge an.

Kathedrale Notre-Dame in Paris / © Jorge Argazkiak (shutterstock)
Kathedrale Notre-Dame in Paris / © Jorge Argazkiak ( shutterstock )

Gemeinsam mit dem französischen Büro für Geologie und Bergbauforschung (BRGM) würden "ästhetisch und physikalisch" kompatible Steine ausgewählt, die den beschädigten entsprechen und sie ersetzen können, heißt es in einer Mitteilung der für den Wiederaufbau der Kirche zuständigen Behörde.

Untersuchungen in Steinbrüchen und Laboruntersuchungen an Proben

Entsprechende Steine müssten in großen Mengen gefunden werden, so das BRGM. Dazu würden derzeit geologische Untersuchungen in Steinbrüchen und Laboruntersuchungen an Proben durchgeführt. Mit dem Programm habe man im vergangenen Sommer begonnen, es solle Mitte des Jahres abgeschlossen sein.

Das ursprüngliche Baumaterial für die Kathedrale wurde den Angaben zufolge im 12. und 13. Jahrhundert aus dem Untergrund von Paris gewonnen: Es handelt sich um Kalksteinfelsen aus einer geologischen Schicht, die vor 41 bis 48 Millionen Jahren entstand. Entsprechendes Material werde noch heute in etwa zehn Steinbrüchen in der Pariser Umgebung abgebaut.

Das Augenmerk werde zunächst auf die aktiven Steinbrüche gelegt; falls nötig solle jedoch auch auf unerschlossene Vorkommen zurückgegriffen werden, hieß es.

Quelle:
KNA